04. Juli 2019, 19:38 Uhr

Biozertifikat für Schlachthof Büdingen

04. Juli 2019, 19:38 Uhr
Der Büdinger Schlachthof bekommt das Biozertifikat. (Foto: prw)

Der Wetteraukreis ist Modellregion für den Ökolandbau. Zur biologischen Haltung von Nutztieren gehört auch die Vermarktung von Biofleisch. Ein Baustein dazu wurde kürzlich gesetzt: der genossenschaftliche Schlachthof in Büdingen erhielt das Biozertifikat für die Schlachtung von Rindern, Schweinen und Schafen.

Einige Biotierhalter aus der Wetterau und den benachbarten Landkreisen nutzen den genossenschaftlichen Schlachthof Büdingen bereits. Jede Woche werden dort bis zu 15 Tiere aus biologischer Haltung geschlachtet.

Bislang musste der Schlachthof als Lohnschlachtbetrieb jeweils für jeden Biobauernhof einzeln biozertifiziert werden. Weil aber nun der Schlachtbetrieb selbst ein Ökozertifikat hat, sind die Biolandwirte von dieser Bürokratie entlastet.

In einem nach Ökorichtlinien zertifizierten Schlachtbetrieb müssen die Tiere der Biolandwirte in einem eigenen Arbeitsgang geschlachtet und das Fleisch verarbeitet werden.

Claudia Zohner, Koordinatorin der Modellregion Ökolandbau Wetterau, betreute die engagierten Metzgermeister Heiko Nagel, Klaus Frühling und den kürzlich verstorbenen Gerd Jöckel der Schlachthausgenossenschaft Büdingen bei der Vorbereitung und Umsetzung der Biokontrolle.

»In regionalen Netzwerken aus Landwirten, handwerklichen Verarbeitern wie dem Schlachthof und Verbrauchern können wir verlässliche Absatzwege für lokale Fleischqualitäten schaffen, die in der Wetterau erzeugt werden«, sagt Matthias Walther bei seinem Besuch in Büdingen. »Wir erwarten, dass langfristig die Zahl der geschlachteten Biotiere steigt«, prognostiziert Walther. Hinzu kommt, dass ein Projekt rund um die regionale Fleischvermarktung bis in die Außerhausverpflegung von Kitas und Schulmensen vorangetrieben wird.

Der Schlachthof Büdingen wurde 1895 von der eigens dafür gegründeten Genossenschaft gebaut. Zurzeit sind es acht Genossen, darunter drei aktive Metzgerbetriebe, die die Genossenschaft bilden. Sie betreibt einen mittelständischen und leistungsfähigen Betrieb zur tierschutzgerechten Schlachtung, der die strengen EU-Hygienevorschriften erfüllt. Der Schlachthof ist einer der letzten größeren Lohnschlachtbetriebe zwischen Fulda und Aschaffenburg. Mit dem neuen Angebot der zertifizierten Biodienstleistungsschlachtungen wird die Schlachtstätte in Büdingen für weitere ökologisch wirtschaftende Betriebe attraktiv. Infos für interessierte Landwirte bei Fleischermeister Klaus Frühling, Tel. 0 60 42/21 30, oder per E-Mail an metzgereifrueling@t-online.de.

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