26. April 2019, 20:03 Uhr

»Bürger für Boden« starten Petition

26. April 2019, 20:03 Uhr

Die Bürgerinitiative »Bürger für Boden« ruft zur Beteiligung auch an der dritten Offenlage zum Bauleitverfahren des geplanten 30 Hektar großen Rewe-Logistikzentrums bei Berstadt auf. Bei der kürzlich zu Ende gegangenen zweiten Offenlage sind laut Bürgermeister Eike See rund 2000 Einwendungen eingegangen. »Ein deutliches Zeichen des Protests«, schreibt die BI in einer Pressemitteilung. Nun rufen die Mitglieder die Bürger erneut dazu auf, sich zu beteiligen, und startet zudem eine Online-Petition, die sich direkt an Rewe wendet.

BI-Sprecherin Christa Degkwitz: »Wir verstehen die erneute Offenlegung als Reaktion auf die bislang geäußerte Kritik durch Bürger und Fachbehörden. Die bisherige Bauleitplanung ist nicht genehmigungsfähig.« Nun werde versucht, zu Luftschadstoffen, wasserwirtschaftlichen Belangen, Naturschutzmaßnahmen, den Auswirkungen auf das Landschaftsbild und zur Standortwahl nachzubessern. »Das ändert aber nichts daran, dass die Planungen beste landwirtschaftliche Böden von hohem ökologischen Wert auf unverantwortliche Weise vernichten werden.« Man halte daher die Kritik und den Protest aufrecht und rufe dazu auf, sich bis 13. Mai mit Einwendungen und Stellungnahmen an der Offenlage zu beteiligen.

Forderungen an Bundestag

Dazu stelle die BI eine aktualisierte Musterstellungnahme auf ihrer Website zur Verfügung, die um individuelle Einwände ergänzt werden könne.

Die Initiative beschränke ihre Aktivitäten aber nicht auf das Beteiligungsverfahren. »Parallel starten wir die Online-Petition ›Beste Böden brauchen Schutz!‹ Mit ihr wenden wir uns direkt an Rewe. Wir machen darin auf den eklatanten Widerspruch aufmerksam, in den sich das Unternehmen begibt.« Einerseits werbe Rewe mit Slogans wie »Frisch aus der Region« und »Verantwortung tragen«. Andererseits nehme es die Vernichtung von Ackerland in Kauf, das zum besten Europas gehöre. »Rewe untergräbt damit die Glaubwürdigkeit seines Images.«

Die Petition richte sich zudem an den Bundestag. Von ihm werden konkrete Gesetzesvorschläge verlangt, mit deren Hilfe die Flächenreduktionsziele der Bundesregierung »endlich umgesetzt werden«. Degkwitz: »Politik und Unternehmen bleiben unglaubwürdig, solange sie lautstark Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz proklamieren, im konkreten Einzelfall aber anders handeln.«

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