26. September 2017, 10:05 Uhr

1200-Jahr-Feier

Classic Days in Berstadt: 3000 Zuschauer bestaunen 250 Oldies

Eine »klassische« Veranstaltung ist alljährlich im Herbst die Präsentation von alten Autos und Motorrädern unter der Regie von Johannes Hensel in Södel.
26. September 2017, 10:05 Uhr
Aus Annerod kommt der Saab von Matthias Drehsen.

Anlässlich der 1200-Jahr-Feier in Berstadt hatten sich die Organisatoren entschieden, in diesem Jahr diese Schau im Jubiläumsort stattfinden zu lassen – und zwar in einem größeren Rahmen. Dazu bot sich Berstadt aufgrund seiner engagierten Helfern und dem Gewerbegebiet mit ausreichender Fläche geradezu an.

Auf den Parkplätzen des Edeka- und des Aldi-Marktes waren die zuvor angemeldeten Autos und Räder ausgestellt. Zudem konnten man am Sonntag vor Ort in einer benachbarten Autowerkstatt den Mechanikern bei der Restaurierung über die Schultern schauen. Über die Parkplätze und eine Zufahrtsstraße innerhalb des Industriegebiets fanden am Sonntag sowohl am Vor- als auch am Nachmittag Demonstrationsrunden der präsentierten Schätze aus Blech und Chrom statt.

Mit Bernd Schultz vom Modellwerk Klassik-Stadt Frankfurt hatten die Organisatoren einen Moderator der Extraklasse gewinnen können. Er stellte die einzelnen Fahrzeuge und ihre Besonderheiten vor.

Viele unangemeldete Boliden

Am Nachmittag platzte das Gelände angesichts der Menge an Autos und Zuschauern aus allen Nähten. Doch auch hier behielt Schultz die Übersicht und konnte die einzelnen Modelle bereits bei der Einfahrt zur Demonstrationsstrecke fachmännisch einordnen. An beiden Tagen waren bis zu 3000 gekommen, schätzten die Veranstalter.

Auch Schultz war vom Andrang überwältigt: »Ich habe noch nie so viele Adler-Motorräder an einem Platz gesehen.« Neben den rund 60 angemeldeten Fahrzeugen fanden sich an den beiden Tagen um die 200 weitere Autos und Motorräder ein.

Die zuvor angemeldeten Motorräder und Autos waren teils in einem Zelt untergebracht. Zu den Schätzen zählten Modelle, die einst in Berstadt unterwegs waren: Der heute in Wölfersheim wohnende Dieter Schwarzhaupt hatte sein ein Bücker-Motorrad von 1930 bei seinem Vermieter in der Berstädter Untergasse entdeckt. Er erwarb das Zweirad, das wohl im Zweiten Weltkrieg mit seinem damals noch vorhandenen Seitenwagen im Russlandfeldzug beim Vormarsch und beim Rückzug diente, ehe es wieder in die Berstädter Scheune kam.

Teil der Berstädter Motorrad- und Autogeschichte ist auch ein Fahrzeug von Dr. Axel Steffan. Dessen Opa war Jäger und fuhr mit einer Opel-Limousine Typ 1033 (Baujahr 1933) mit einer Leistungsstärke von 18 PS auch in den Wald.

Zwar gibt es dieses Fahrzeug nicht mehr, doch Steffan hat 2015 ein gleiches Modell in Dresden erworben, das wie Schwarzhaupts Motorrad im Krieg zum Einsatz kam. Steffan: »Das ist das älteste Auto in Berstadt und hat am Heck als Ersatzreifen noch ein Model aus einem VEB-Werk der DDR. Ich habe mir den Opel auch als Erinnerung an meinen Opa zugelegt«, verriet er. Und dass er seit 1997 noch einen Jaguar sein Eigen nennt – ein Kindestraum. Steffan: »Damals hatte ich noch keinen Führerschein und auch nicht das Geld.«

Spontan nach Berstadt zur Schau gekommen war auch Matthias Drehsen aus Annerod. Er hatte seinem Saab mit 185 PS unter der Haube mitgebracht. Er habe sich diese Veranstaltung schon lange vorgemerkt. Und da das Wetter zu einer Ausflugsfahrt einlud, sei er kurz entschlossen losgefahren.

Drehsen ist begeisterter Saab-Anhänger: »Dieses von 1978 bis 1993 in Schweden gebaute Modell wurde ständig verbessert und besitzt eine sehr gute Ausstattung in jeglicher Hinsicht. Ich habe verschiedene Autos gefahren. Ich kenne kein besseres«, lobte Drehsen sein Schätzchen, das zu den jüngsten des Berstädter Jubiläumstreffs zählte.

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