28. Juni 2019, 14:00 Uhr

Tonnen-Tipps

Damit die Biotonne nicht zur Stinkbombe wird

Wenn es so heiß ist wie jetzt, kann es schnell passieren, dass die Biomülltonne stinkt. Das jedoch lässt sich verhindern - wenn man ein paar Tipps beherzigt.
28. Juni 2019, 14:00 Uhr
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Aus der Redaktion
Küchenabfälle sollte man in Zeitungspapier einwickeln. Doch es gibt noch jede Menge anderer Biotonnen-Tipps - zum Beispiel einen schattigen Standort. (Foto: pm)

Die Biotonne stinkt, Madenkolonnen bahnen sich ihren Weg - damit dieses unschöne Szenario bei der aktuellen Hitze nicht eintritt, gibt die Abfallwirtschaft Wetterau Tipps, wie Speisereste auch im Sommer gefahrlos in die braune Tonne wandern können. Bei warmem Wetter beginnt bei feuchten Speisen- und Pflanzenabfälle der Zersetzungsprozess schon in der Biotonne. Faulgase entstehen - und damit auch ein unangenehmer Geruch. Fliegen und andere Insekten werden angelockt. Diese legen ihre Eier in die Biotonne, und schon beim nächsten Öffnen des Deckels wimmelt es von Maden. Das lässt sich vermeiden.

Kein Chemie-Einsatz gegen Maden

»Die Biotonne darf nicht in der Sonne stehen. Gönnen sie ihr ein schattiges Plätzchen, und ihr geht es gleich viel besser«, rät Dr. Jürgen Roth, Chef der Abfallwirtschaft Wetterau. Eine weitere wichtige Regel ist, dass die Tonne, die von den Kommunen im Sommer wöchentlich geleert wird, zu jedem Leerungstermin rausgestellt wird, auch wenn sie nur halbvoll befüllt ist.

»Das Hauptproblem sind im Sommer die Maden, vor denen die meisten sich ekeln. Dennoch sollte auf den Einsatz von chemischen Mitteln zur Bekämpfung der Maden verzichtet werden« appelliert Birgit Simon, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Abfallwirtschaft Wetterau. »Das natürliche Gleichgewicht in der Biotonne wird zerstört. Außerdem gibt es viele andere Möglichkeiten, den Maden auf den Leib zu rücken. Wichtig ist, dass dem Biogut die Feuchtigkeit entzogen wird, die für die Faulgase und damit für die Maden verantwortlich ist«, erläutert Simon. Altes Zeitungspapier oder Biotüten aus Papier sind die wichtigsten Hilfsmittel, denn sie saugen die Feuchtigkeit auf. Nasse Speisereste und Fleisch sollten unbedingt in Zeitungspapier eingewickelt werden. »Bitte keine Plastiktüten, auch keine sogenannten kompostierbaren Plastiktüten verwenden. Die müssen wir in der Kompostieranlage aufwendig wieder aussortieren, weil sie sich nicht oder zu langsam zersetzen«, sagt Roth. Zeitungspapier dagegen verrottet schnell.

Frisch gemähtes Gras sollte nicht gleich in die Tonne geworfen werden, weil es noch zu feucht ist und gären könnte. Der Grünschnitt sollte ein bis zwei Tage im Garten trocknen. Ist die Tonne zur Hälfte gefüllt, sollte eine Schicht aus Zweigen oder Pflanzenresten eingefügt werden, um die Abfälle aufzulockern und zu durchlüften. Steht dies nicht zur Verfügung, kann auch eine Schicht geknülltes Zeitungspapier in die halbvolle Tonne gegeben werden. »Wenn auch das nicht reicht oder vorhanden ist, können Gesteinsmehl oder Gartenkalk, welches Baumärkte oder Gartencenter anbieten, sparsam in die Tonne gegeben werden«, empfiehlt Simon. Sie binden die Feuchtigkeit und wirken so Gerüchen und Madenbildung entgegen.

Locker befüllen, nicht stopfen

Damit immer genügend Luft an die organischen Abfälle kommt, sollte die Biotonne nur locker befüllt werden und nicht durch zum Beispiel Reinspringen oder Stopfen mit Spaten verdichtet werden. »Dadurch gehen die Biotonnen auch kaputt«, erklärt Roth, der dieses Verhalten schon wegen Verletzungsgefahren nicht toleriert.

Nach Leerung der Tonne sollte diese komplett sauber gemacht werden. Flüssigkeiten und Reste, die sich am Boden abgesetzt haben, müssen entfernt werden. Deckel und Tonnenrand sollten von Abfällen gesäubert werden, damit Fliegen dort keine Eier ablegen. Bevor die Tonne wieder befüllt wird, sollte sie auslüften. Anschließend den Boden der Tonne mit zerknülltem Papier ausgelegen. Dann bleiben am Tonnenboden keine Abfälle kleben.

Die Abfallwirtschaft Wetterau beantwortet unter Telefon 0 60 31/90 66 11. Fragen zur Biotonne, was alles hineingehört, warum kompostierbare Plastiktüten verboten sind und vieles mehr.



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