27. August 2018, 19:43 Uhr

Das Rückgrat der Stadt

27. August 2018, 19:43 Uhr
Baubetriebshofleiter Bernd Petri (r.) erläutert den Gästen, wie eng es auf dem Gelände am Städter Weg zugeht. (Foto: lod)

Die Friedberger nennen ihn nur »den Bauhof«, doch korrekt heißt es »Baubetriebshof«. Er befindet sich seit Anfang der 1970er Jahre im Städter Weg 2 auf dem inzwischen viel zu kleinen Gelände einer ehemaligen Lackfabrik. Am Samstag besichtigten Stadtverordnete und Magistratsmitglieder das Areal, zwei Wochen nach dem Besuch der Kläranlage.

»Der Baubetriebshof ist eine Art Rückgrat der Stadt«, sagte Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender. Eine ausführliche Übersicht über die Arbeitsfelder des Baubetriebshofs gab Andreas Eigelsheimer, kommissarischer Leiter der Bauverwaltung. Er machte zwei Probleme deutlich. Zum einen bietet das 4261 Quadratmeter große Gelände längst zu wenig Raum, zum anderen sind von 53 Stellen nur 49 besetzt. »Seit 1994 wurde der Stellenplan nicht erhöht, doch die Arbeit wird immer mehr«, betonte Eigelsheimer.

Immer mehr werden die Mitarbeiter bei Großveranstaltungen wie Herbstmarkt, »Friedberg spielt«, »Friedberg frühstückt« oder Narrenexpress gefordert. Was viele Politiker nicht wussten: Der Baubetriebshof verfügt über eine Schreinerwerkstatt, eine Maler- sowie eine Kfz- und Schlosserwerkstatt. Eigelsheimer nannte Beispiele aus dem Arbeitsfeld der Werkstätten. So haben Schreiner die Küchen im Verkaufsraum des Burgfelds und der Ossenheimer Kita eingebaut sowie die Einrichtung im Zimmer von Erster Stadträtin Marion Götz erneuert. Auch die Krippe auf dem Weihnachtsmarkt entstand hier. »Wir haben kreative Mitarbeiter«, sagte der kommissarische Leiter.

Die Maler sind für die 400 Parkbänke ebenso verantwortlich wie für die Schwellköppe und Motivwagen des Narrenexpresses. Die Unterhaltung des 123 Kilometer langen Straßennetzes, der Parkplätze und der Treppenaufgänge ist ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich des Baubetriebshofs.

Die Schilderkolonne ist für Aufstellung, Reparatur und Austausch der Straßenschilder, die Straßen- und Parkplatzmarkierung sowie die Beseitigung illegaler Abfälle verantwortlich, was 2017 Kosten von 36 000 Euro verursachte. Spielplatzkontrollen, die Pflege von 90 Hektar Grünanlagen, 15 Sport- und Bolzplätzen sowie Winterdienst und Stadtreinigung sind weitere Arbeitsfelder des Betriebs. Gereinigt werden 40 Kilometer Fahrbahnen, geleert werden 350 Abfallbehälter und 3800 Straßeneinläufe sowie das Glas an 40 Buswartehallen.

Die Gäste unternahmen einen Rundgang mit Bauhofleiter Bernd Petri, Stellvertreter Ralf Seigertschmied und Udo Forbach. Schon der Blick in die Lagerräume zeigte, wie wenig Platz auf dem Gelände vorhanden ist. Sogar in der Schreinerei wird ein Fahrzeug abgestellt. Die im Vorjahr angeschaffte mobile Bühne steht ebenso im Freien wie das vier Jahre alte Fahrzeug, mit dem im Winter Sole gesprüht wird. »Das ist bis minus sechs Grad sehr effektiv und spart viel Salz«, erläuterte Forbach. Gezeigt wurde die Funktionsweise des neuen, 12 000 Euro teuren Balkenmähers. Voll funktionsfähig ist die Tankanlage aus den 1970er Jahren. Sorgenkinder sind dagegen Bagger und Radlader mit einem Alter von 17 und 18 Jahren. Beim Imbiss kündigte Antkowiak weitere Begehungen an, unter anderem bei den Stadtwerken.

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