05. Juli 2019, 18:56 Uhr

Das Wacken der Gospelmusik

05. Juli 2019, 18:56 Uhr
Das große Banner für die Bühne ist schon fertig. Gespannt sind schon jetzt (v. l.) Marcus Bayer, Thorsten Mebus, Ellen Latzel, Christel Bayer, Ulrich Seeger, Joy Hinkel vom Vorbereitungsteam des Gospelfestivals. (Foto: Rach)

Das Wetterauer Gospelfestival geht in diesem Spätsommer in die zweite Runde: Vom 30. August bis zum 1. September gibt es wieder die seltene Gelegenheit, mit vier renommierten Gospelcoaches zu singen und das Erarbeitete in einem Abschlusskonzert gemeinsam mit Hunderten von Gospelbegeisterten auf die Bühne zu bringen. Die Vorbereitungen im Evangelischen Dekanat Wetterau laufen auf Hochtouren. Im Team arbeiten neben den Dekanatsmusikern Thorsten Mebus (Bad Vilbel), Frank Scheffler (Bad Nauheim), Ulrich Seeger (Friedberg), Nilani Stegen (Bad Vilbel) und Pfarrer Gerrit Boomgaarden (Ober-Rosbach) auch Ehrenamtliche mit. Im Gespräch erzählen Joy Hinkel (Bad Vilbel), Christel und Marcus Bayer (Ober-Rosbach) und Ellen Latzel (Friedberg), was sie zu so viel Engagement antreibt.

Sie stecken viel Freizeit in dieses Festival. Warum?

Joy Hinkel: Gospel-Musik ist für mich faszinierend, emotional und gleichzeitig auch spirituell. Diese Emotionen bei einem Festival vielleicht mit vielen Menschen teilen zu dürfen und mit einem positiven Gefühl den Alltag zu gehen, tut mir gut! Die Gospelcoaches und die Musiker bringen eine positive Lebensenergie, verbunden mit so wunderbaren Songs mit - manche sind fast so etwas wie Vorbilder für mich geworden.

Marcus Bayer: Vor einigen Jahren war ich schon in den Startlöchern, selbst mit einer Freundin so ein Festival zu organisieren, doch wir hatten Angst, das finanziell nicht stemmen zu können. Und als das Dekanat dann 2015 das erste Festival plante, war ich sofort dabei und bin geblieben.

Ellen Latzel: Ich liebe Gospel und fände es klasse, wenn wir mit dem Festival auch Leute erreichen, die noch nie Gospel gesungen haben.

Christel Bayer: Ich bin seit dem ersten Gospelworkshop von Gerrit Boomgaarden in Rosbach Gospelfan. Und nun möchte diese tolle Erfahrung auch anderen zugänglich machen.

Joy Hinkel: Mich hat 2005 eine Freundin zum gerade gegründeten Gospeltrain der Christuskirchengemeinde in Bad Vilbel mitgenommen, und seitdem komme ich vom Gospel nicht mehr los. Ich kann sagen, dass wir im Chor unsere Begeisterung für Gospel wie in einer Art Schneeballsystem weitergeben und sie so gemeinsamen erlebbar machen.

Woher kommen die Teilnehmer des Festivals?

Christel Bayer: Aus dem ganzen Bundesgebiet. Wir haben Anmeldungen aus Flensburg und Plauen, Xanten und Reutlingen, aber natürlich auch viele aus Hessen und dem Wetteraukreis.

Wie wurden die Gospelcoaches ausgewählt?

Frank Scheffler: Wir sind Musiker und haben alle Coaches selbst schon gehört. Die Auswahl ist so eine Art »best of« aus unterschiedlichen Strömungen der Gospelszene.

Thorsten Mebus: Malcom Chambers besticht einfach durch seine großartige Stimme. Ich habe ihn zweimal selbst erlebt: Wer da nicht mitgeht, der ist gar nicht da! Wenn Malcolm auf die Bühne geht, stehen alle Kopf. Chris Lass kommt aus dem amerikanischen Gospel. Er hat Chöre in der Bronx begleitet und kombiniert amerikanischen Gospel mit deutschem Lifestyle. Die Soulteens werden sich auf ein pures Energiebündel freuen.

Frank Scheffler: Miriam Schäfer, das ist die Verbindung von schwarzer Soulstimme mit engelsgleicher Ausstrahlung. Vor allem hat sie einen Superdraht zu den Jugendlichen, da läuft echt Strom! Manche Sänger singen ja mit verkniffenem Gesicht nach dem Motto »Hauptsache laut«. Aber Miriam hat die Freude im Gesicht und trägt sie auch im Herzen.

Thorsten Mebus: Hanjo Gäbler ist nicht nur Gospelcoach, sondern erfolgreicher Filmkomponist und Jazzpianist, ausgebildet in Berkeley, dem »Harvard der Jazzpianisten«. Er hat nicht nur musikalische Tiefe, sondern auch eine tiefe Glaubensüberzeugung. Er lässt sich davon immer wieder neu inspirieren und inspiriert auch andere mit seiner sehr persönlichen Art, die Lieder vorzustellen. Das Wetterauer Gospelfestival bietet die seltene Gelegenheit, all diese Stars gemeinsam zu erleben. Für die Teilnehmer gibt’s am Samstagabend eine Gospelparty mit allen Coaches und der Band. Und beim öffentlichen Abschlusskonzert am Sonntag können alle Gospelfans Gänsehautfeeling erleben, wenn Hunderte von Menschen gemeinsam auf der Bühne stehn.

Frank Scheffler: Friedberg wird Ende August Hessens Gospelmetropole, sozusagen das »Wacken der Gospelmusik«.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Abschlusskonzerte
  • Bayer
  • Friedberg
  • Gospel
  • Hanjo Gäbler
  • Kunst- und Kulturfestivals
  • Ober-Rosbach
  • Friedberg
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 24 - 4: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.