11. September 2019, 20:47 Uhr

»Das neue Friedberg«

11. September 2019, 20:47 Uhr
Am St.-Georgs-Brunnens präsentiert der Geschichtsverein noch einmal den Spendenscheck für die Sanierung. (Foto: pm)

Trotz Regenwetters und ausgefallenen Veranstaltungen in der Burg konnte der Friedberger Geschichtsverein am Sonntag einige Besucher am St.-Georgs-Brunnen zu seiner Aktion am Tag des offenen Denkmals begrüßen.

Vorstandsmitglieder erläuterten die Sanierungsmaßnahme am Brunnen, die unter der Regie der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen im Mai abgeschlossen worden war. Auch informierten sie über die Spendenaktion, die hierzu unter dem Dach des Geschichtsvereins stattfand, und präsentierten eine Liste der Institutionen, Firmen und Privatpersonen aus der Region, die zusammen die Sanierung mit einem Betrag von 50 000 Euro erst ermöglicht hatten. An erster Stelle seien hier die Stiftung der Sparkasse Oberhessen und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen zu nennen, die, wie der Vorsitzende Lothar Kreuzer hervorhob, mehr als die Hälfte des Gesamtbetrags zur Verfügung gestellt hatten. Daher zeigte der Vorstand am Sonntag noch einmal den Sparkassen-Scheck vor der Kulisse des restaurierten Brunnens.

Zum Motto des Tages des offenen Denkmals, »Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur«, hatte am Vormittag Johannes Kögler, der Leiter des Wetterau-Museums, eine Führung unter dem Thema »Das neue Friedberg - Das Kreishaus von 1955 und die städtebaulichen Umbrüche rund um Goethe- und Europaplatz« angeboten. Er stellte an städtebaulich markanter Stelle die Gebäude des Landratsamts des Kreises Friedberg und des heutigen Wetteraukreises sowie das alte und neue Gebäude der Sparkasse vor, die vom Friedberg der Nachkriegszeit über 65 Jahre bis heute einige Veränderungen erlebten. Auch der geräumige Europaplatz wurde erheblich umgestaltet, als man unter ihm eine Tiefgarage baute. Über Jahrzehnte war hier das einst von Heinrich Hohmann, dem Architekten des Kreishauses von 1955, gegründete Architekturbüro tätig, dessen letzter Chef Michael Frielinghaus bei der Führung anwesend war und zu Konzeption und Ausführung der von ihm entworfenen Bauten Erläuterungen aus erster Hand beisteuern konnte.

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