08. Mai 2018, 20:22 Uhr

Das sind die Lese-Scouts

08. Mai 2018, 20:22 Uhr
Nach der Fortbildung treffen sich die Lese-Scouts auf dem Schulhof, um in ihren Lieblingsbüchern zu lesen. (Foto: pv)

Zum dritten Mal haben sich Schülerinnen und Schüler der Wettertalschule zu Lese-Scouts ausbilden lassen. Das Projekt wurde durch Sigrid Timmermann-Küntzel vom Freiwilligenzentrum Bad Nauheim initiiert und von Claudia Bröse, Lese-Scout-Ausbilderin der »Stiftung Lesen«, veranstaltet.

Die Lese-Scout-Ausbildung ist einer von vielen Bausteinen der Leseförderung an der Wettertalschule. Lesen ist eine Basisqualifikation, die in vielen Situationen gebraucht wird, nicht nur im Fach Deutsch. In der Schule müssen auch in anderen Fächern Aufgabenstellungen und Sachtexte selbstständig erlesen und verstanden werden, um mitarbeiten zu können. Auch der Alltag ist ohne Lesekompetenz kaum zu bewältigen.

Alle lesen viel und gerne

Zur Lese-Scout-Ausbildung trafen sich zehn Schülerinnen und Schüler mit Claudia Bröse und Schulleiterin Katharina Merkel in der Schulbücherei der Wettertalschule in Rödgen. Die ausgewählten Kinder zählen zu den »Viellesern«. Sie lesen viel und gerne, und sie wollten sich durch die Lese-Scout-Ausbildung weiterbilden und professionalisieren. Auf ihre Lesefähigkeiten könnten die Kinder, die die 2. und 3. Klassen der Wettertalschule an ihren beiden Schulstandorten in Rödgen und Schwalheim besuchen, sehr stolz sein, lobten die Lehrer.

Bei der Ausbildung lernten die Kinder alles, was man für das Vorlesen braucht. Die Herausforderung begann mit der Buchauswahl, bei der es Vieles zu berücksichtigen galt. Das Buch sollte interessant, spannend oder lustig sein. Vor allem muss es zur Zielgruppe passen.

Was macht man, wenn das Buch zu lang ist und man es gar nicht ganz vorlesen kann? Der Tipp, Ausschnitte vorzulesen, ist gar nicht so einfach umzusetzen, denn die Auswahl der Ausschnitte stellt eine neue Herausforderung dar. »Man sollte einen Text vier- bis fünfmal gelesen haben, bevor man ihn vorliest«. Diesen Hinweis Bröses trugen die Kinder mit Fassung.

Alle teilnehmenden Kinder sind gute Leser, aber um ein guter Vorleser zu sein, gehört mehr dazu als zügig lesen zu können. Die Betonung ist wichtig, man muss laut und deutlich lesen, am Satzende soll die Stimme nach unten gehen, bei wörtlicher Rede kann man die Stimme verstellen und man kann auch Mimik einsetzen.

Die Lese-Scouts brachten zur Theorie des Vorlesens schon ein großes Vorwissen mit. In der Ausbildung übten und lernten sie, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Bröse vermittelte darüber hinaus wertvolle Tipps, z. B. dass Gegenstände mitgebracht werden können, die auf das Buch neugierig machen.

Die Ausbildung endete mit einer praktischen Übung. Die Kinder hatten ihre Lieblingsbücher mitgebracht.

Bei schönstem Wetter suchte sich jedes Kind auf dem Schulgelände einen gemütlichen Platz und übte den ausgewählten Text ein.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Lesen
  • Rezitation
  • Stiftungen
  • Wissenschaftliche Theorie und Theorien
  • Bad Nauheim
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos