17. Mai 2019, 20:36 Uhr

Das war knapp: Betrüger ruft mit Nummer der Polizei an

17. Mai 2019, 20:36 Uhr
Ein Zufall bewahrte eine Seniorin vor dem Betrug.

Das Glück kam in dieser Woche einer Seniorin zu Hilfe, die fast auf falsche Polizeibeamte hereingefallen wäre. Spät am Dienstagabend, kurz vor Mitternacht, klingelte in Bad Nauheim bei einer Seniorin das Telefon. Wie bei so vielen anderen Senioren an diesem Abend, meldete sich auch bei ihr ein Mann, der angab, von der Polizei zu sein (die WZ berichtete).

Auf dem Display des Telefons der Seniorin erschien dabei die Telefonnummer der Polizei in Bad Nauheim. Der Anrufer berichtete von festgenommenen Einbrechern, möglicherweise weiteren bevorstehenden Einbrüchen und fragte die Seniorin nach Wertsachen und Barvermögen aus. Als die Seniorin angab, ihr Geld bei der Bank zu haben, erklärte der Anrufer ihr, dass es dort nicht sicher sei. Für den Dienstag beendete er das Gespräch mit der Aussage, dass er sich am Mittwoch wieder melden würde. Dies tat er auch.

Am Mittwochmittag rief der vermeintliche Polizist erneut an und forderte die Seniorin auf, 2000 Euro bei der Bank abzuheben, da es sich bei dem Vermögen um Falschgeld handele und die Polizei dies sicherstellen müsse. Die Seniorin folgte der Aufforderung und hob das Geld ab. Zuvor teilte sie dem Anrufer auf Nachfrage noch ihre Mobilfunknummer mit, über die der angebliche Polizist ihr nach der Geldabhebung weitere Details zur Übergabe des Geldes nennen wollte.

Ein Zahlendreher als Rettung

Nun kam das Glück der Seniorin zu Hilfe. Sie gab aus Versehen eine falsche Handynummer an den Anrufer weiter, der sie so nach der Geldabhebung bei der Bank nicht erreichen konnte. Des Wartens vor der Bank müde, wählte die Seniorin daher die Notrufnummer der Polizei und konnte so vor einem Schaden bewahrt werden. Die richtige Polizei erklärte ihr, dass sie gerade fast Opfer eines Betrugs geworden sei. Echte Polizeibeamte kümmerten sich anschließend um die Seniorin und unterstützen sie auch dabei, das Geld wieder bei der Bank einzuzahlen. Der betrügerische Anrufer meldete sich später noch einmal, schien aber bemerkt zu haben, dass er aufgeflogen war, weshalb kein weiterer Anruf folgte.

»Es gibt technische Möglichkeiten, mit denen die Betrüger jede x-beliebige Nummer im Display der Angerufenen erscheinen lassen können«, sagt Polizeipressesprecherin Sylvia Frech. Von der angezeigten Telefonnummer sei daher niemals ein Rückschluss auf den Anrufer möglich. »Egal wer angeblich am Telefon ist - geben Sie niemals persönliche Daten weiter oder Auskünfte über ihre Wertsachen. Rufen Sie im Zweifelsfall Angehörige an oder die Notrufnummer 110 der Polizei.« (Foto: dpa)

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