17. Juli 2019, 19:32 Uhr

Der Traum vom Kinderdorf

17. Juli 2019, 19:32 Uhr

Gegründet 2005 nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien, errichtete man dort ein Kinderheim, half aber auch immer wieder im heimischen Raum. So konnte man zuletzt etwa Menschen in Wallernhausen und Sichenhausen, die durch Unwetterereignisse in existenzielle Not geraten waren, unter die Arm greifen.

Die ersten stehen im Berufsleben

Die Vorsitzenden Andreas Drescher und Hans-Werner Gierhardt konnten sich im Frühjahr gemeinsam mit dem Mitglied Hans-Walter Reuss auf einer privat finanzierten Reise von der Fortsetzung der Erfolgsgeschichte überzeugen. Nach wie vor sehr nachhaltig werde die Betreuung von Kindern auf Sri Lanka betrieben, berichteten sie. Das lange Zeit in Lunuwila betriebene Waisenhaus wurde 2015 mit Gewinn verkauft und der Erlös in das Heim investiert, das seitdem in Thummodara betrieben wird.

Die Koordination vor Ort übernehmen Father Frank und der gemeinnützige Verein Salani, mit dem die Florstädter über Jahre nur gute Erfahrungen gemacht haben. Nach und nach kann - auch mit Unterstützung aus der Wetterau - Father Franks Traum von einem Kinderdorf mit Ausbildungszentrum zur Vorbereitung aufs Berufsleben verwirklicht werden. Im hinteren Teil des Areals entstehen derzeit Versammlungs- und Unterrichtsräume samt Schlafräumen im Obergeschoss.

Beim Besuch erfuhren die Vereinsvertreter, dass die ersten »Ehemaligen« bereits im Berufsleben stehen und zwei weitere studieren. Außerdem gab es ein herzerwärmendes Wiedersehen mit Kindern, die 2005 aufgenommen wurden. Im Ausbildungszentrum erlernen die Jungen und Mädchen handwerkliche Berufe und stellen einfache Produkte wie Souvenirs her, mit deren Verkauf die Betriebskosten reduziert werden. Noch 2019 sollen die Küche, die Schlafräume für Jungen und die Außenanlage fertig sein.

Zusammen mit anderen Helfern

Parallel dazu hat »Wir für Menschen« erst kürzlich die Uganda-Hilfe »Abato Foundation« unterstützt, für die die Nieder-Florstädterin Lisa-Mareen Walther die Werbetrommeln rührt (die WZ berichtete). »Wir für Menschen« wird demnach den Bau einer Wasserleitung vom Brunnen ins Dorf mit 1000 Euro unterstützen. Drescher sagte: »Das Projekt passt exakt zu unserer Vereinssatzung: echte Hilfsbedürftigkeit, zuverlässige Kontakte und keine indirekte Kosten.«

Ferner steht der mildtätige Verein »Wir für Menschen« seit vergangenem Jahr in Kontakt mit der Organisation »Hand in Hand« aus Altenstadt, deren Schwerpunkt auf der Hilfe für schwerst- und krebskranker Kinder liegt. Derzeit wird die Unterstützung eines schwerstbehinderten jungen Mannes in Ranstadt geprüft, der auf den Einbau eines Aufzugs in sein Elternhaus angewiesen ist.

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