28. Juni 2017, 20:35 Uhr

Die Liebe zur Wetterau

28. Juni 2017, 20:35 Uhr
»Bewegte Bäume« hat Autorin und Malerin Rita Greve geschaffen. (Foto: sto)

In der Reihe Künstler der Region sind in der Hof-Galerie-Wetterau in der Södeler Feldbergstraße 16 Werke der Galerie-Mitbesitzerin Madlon Scholz und der Bad Nauheimerin Rita Greve zu sehen. Am vergangenen Samstag fand die Eröffnung der Ausstellung statt. Diese wurde für die zahlreichen Besucher musikalisch untermalt von Felix Waltinger am Saxofon.

Mit dieser Einlage stellte er die vorhandene Brücke zu Rita Greve her. Die in Geesthacht in Schleswig-Holstein geborene Künstlerin kam, wie sie es am Samstag in Södel sagte, »der Liebe wegen in die Wetterau. Die Liebe zur Wetterau ist geblieben«. Rita Greves eine Leidenschaft ist die Musik. So wird sie im Trio »Three in Motion« am 18. August mit einem Konzert im Musikpavillon des Bad Nauheimer Hotels Conparc das European Elvis-Festival eröffnen.

Eine weitere Leidenschaft ist das Verfassen von Gedichten und kleinen Geschichten. Sie wird am Sonntag, 2. Juli, in der Hof-Galerie-Wetterau ab 15 Uhr aus ihren Lyrikbänden »Momente«, »Gedankenreise«, »Mit Dir ohne Dich«, »Wie ein Baum«, und »Von gestern zu Morgen« lesen. Zudem stellt sie ihr neues Buch »Rosen Zeiten« vor.

Abfall als Inspiration

Der Band »Wie ein Baum« ist eine Brücke zu ihren in Södel ausgestellten Werken der Malerei. Die dortige Bildserie »Bewegte Bäume« entstand zeitgleich zum Buch. Als Malerin ist Rita Greve bekannt für ihre Arbeiten, die dem fantastischen Realismus zugerechnet werden. Ihre Öl/Acryl-Porträts spiegeln – wie ihre Gedichte – Seelenlandschaften wider. Zu »Bewegte Bäume« fotografierte sie ausgewählte Bäume in Bad Nauheim, Ober-Mörlen und Umgebung und ließ sie in Bewegung geraten – als Sinnbilder für Veränderung, Vergänglichkeit und Verletzlichkeit.

Den surrealen Eindruck dieser Fotodigital-Arbeiten untermalt die Künstlerin mit Öl- und Seidenfarben und setzt so ungewöhnliche Akzente. Die Statik des Baums ist aufgelöst und einer dynamischen Bewegung und filigraner Mystik gewichen. Rot entflammte Nachbarbäume scheinen Paso Doble zu tanzen, andere ein zartes Menuett. Manche verweisen auf Vergänglichkeit, andere treiben frische grüne Zweige aus ihren Stümpfen als Zeichen von Hoffnung und Wiedergeburt.

Die zweite ausstellende Künstlerin Madlon Scholz begann ihre Karriere mit Figuren aus Blöcken und Porenbeton, was sich zu ihrem individuellen Händedruck entwickelte. Bei der Bearbeitung entstanden oft Brüche, sogenannte Fehler, die interessante und reizvolle Lösungen und Kunstwerke ergaben. Ziel von Madlon Scholz ist es, für den Betrachter interessante Rundblicke entstehen zu lassen. Als weitere ihrer Materialien folgten Gips und später Beton.

Bei Spaziergängen im Södeler Wald erholt sich die ansässige Künstlerin nicht nur, sondern findet in Holz und dem Abfall ihrer Mitmenschen, wie Plastik, Inspirationen zu neuem Schaffen. So wird Madlon Scholz auch gerne von der Nachbarschaft beim Ausmisten eines Schuppens mit den Worten eingeladen: »Schau mal, vielleicht kannst du etwas von diesem Kram gebrauchen?«

Viele von Scholz’ Kunstwerken bekamen ihre Ausstrahlung durch Augen. Hier zieht mancher Betrachter eine Parallele zu den Moai, den großen Steinskulpturen der alten Osterinsel-Kultur, die auch erst durch Augen aus Stein zu Leben zu erwecken scheinen. Einige Werke von Scholz entstanden durch Themen, die ihr von ihrer Gruppe, Wölfersheimer Künstler Palette, zu deren 20jährigen Bestehen zur Ausstellung vorgegeben wurde.

Die Ausstellung der beiden Künstlerinnen in der Hof-Galerie-Wetterau in der Södeler Feldbergstraße ist noch bis Sonntag, 9. Juli, jeweils donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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