08. Oktober 2018, 19:53 Uhr

»Die Orgel wird nie wieder so klingen«

08. Oktober 2018, 19:53 Uhr
Das Benefizkonzert von Eva-Maria Anton drehte sich um Johann Sebastian Bach.

Die Onymus-Orgel in der Basilika wird zur Reparatur nach Lich abtransportiert und zwei Jahre nicht zu hören sein. Die Regionalkantorin Eva-Maria Anton hat deshalb ein Benefizkonzert in der Basilika zur Verabschiedung organisiert. Erst am Weihnachtsfest 2020 werden die 30 Register auf zwei Manualen und einem Pedal wieder erklingen.

Vor dem Konzert zeigte sie, weshalb die Sanierung dringend erforderlich ist: »Das Spielen erfordert körperliche Arbeit und ist ein Kampf.« Das obere Manual klemme fürchterlich, die Tasten reagierten nur, wenn sie wollten, aber die Koppeln kämen freiwillig. Und »bei allen schnellen Stücken gibt es Schwierigkeiten«.

Eva-Maria Anton kennt die Onymus-Orgel seit den 90er Jahren, in denen sie mit Chören in der Basilika auftrat. Sie stellte für ein Programm zusammen, »um möglichst viel von den klanglichen Möglichkeiten des Instruments zu zeigen«.

Pfarrer Bernd Richardt erklärte während der Registrierungspausen die Funktion der Orgel und die einzelnen Werke. Dr. Wolfgang Maus, der Vorsitzende des Vereins zum Erhalt der Onymus-Orgel, umriss die Ziele seines Vereins und hob die Einzigartigkeit des Nachmittags hervor: »Die Orgel wird nie wieder so klingen, wie jetzt.« In zwei Jahren werde »ein Kulturdenkmal von überragender Bedeutung auf der Empore stehen«. Die Sanierung werde insgesamt etwa eine halbe Million Euro kosten, wovon alleine der Orgelverein bislang knapp 200 000 Euro zusammengebracht habe.

Der Nachmittag kreiste um Johann Sebastian Bach. Das Konzert begann mit dessen Präludium und Fuge G-Dur und endete mit seiner Toccata und Fuge d-Moll. Johann Gottfried Walther war ein Zeitgenosse und Freund Bachs. Im Konzert erklang seine Partita über »Jesu, meine Freude«.

Auch Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Sonate Nr. 2 in c-Moll von der Regionalkantorin interpretiert wurde, steht in Beziehung zu Bach, denn er setzte sich für dessen Wiederentdeckung ein. Außerdem kamen Stücke von Jean Langlais, Théodore Dubois und Paul Bryan zum Vortrag. (Foto: udo)

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