18. September 2019, 19:26 Uhr

Draußen spielen - so wie früher

18. September 2019, 19:26 Uhr
Der Jimbala-Vorstand freut sich über das zehnjährige Bestehen, hier vertreten durch (v. l.) Hannes Motsch, Karin Johannsmann, Elisabeth Reuter und Karin Rogalski. (Foto: pm)

Natur, Hütten, bemalte Bauwagen: Wer die Kinderfarm Jimbala besucht, hat gleich ein Bild unbeschwerten Spielens vor Augen. Zehn Jahre besteht der Abenteuerspielplatz, am Sonntag, 22. September, wird von 15 bis 18 Uhr auf dem Gelände »An den 24 Hallen« gefeiert. Die Bürger sind eingeladen.

Elisabeth Reuter und Karin Rogalski sind Gründungsmitglieder von Jimbala. Beide Frauen gehören zum neunköpfigen Vorstand, der sich seit 2009 für die Kinderfarm einsetzt. Wie sie erzählen, kam Sozialpädagogin Jana Haberstroh auf die Idee, nachdem sie die Kinder- und Jugendfarm »Dreieichhörnchen« kennengelernt hatte. »Sie trommelte Freunde und Bekannte zusammen und sagte: »Das müssen wir hier auch machen.« Auf einen Info-Abend folgte die Vereinsgründung.

Nun gibt’s auch eine Kita

Beweggrund war laut Reuter die Erkenntnis, dass das Spielen in der Natur für Kinder immer schwieriger wird. »Sie haben nicht mehr diese Freiheit wie wir früher«, sagt sie. Im ersten Jahr feierte der Verein zunächst ein Fest, 2010 stellten die Ehrenamtlichen ein Maislabyrinth auf die Beine und organisierten weitere Aktionen. Das Projekt entwickelte sich von Jahr zu Jahr, bis nun sogar ein Kindergarten eröffnet hat. »Wir tun gern etwas für Kinder«, sagt Reuter. Im Freien sein, ums Lagerfeuer sitzen - dies seien bereichernde Erfahrungen für Jung und Alt.

Karin Rogalski hatte sich zuvor bereits im sozialen Bereich engagiert. »Mein Enkel war damals in der Kita. Für ihn war es schön, hier zu spielen«, schildert sie. Ein Grundstück zu bekommen, sei nicht schwierig gewesen; die Projektidee gut bei der Stadt angekommen. Rogalski wuchs in einer Kleinstadt auf, die Großeltern hatten einen Bauernhof. »Dieses Wohlfühlgefühl ist Bestandteil des Lebens. Es ist schön, mit Kindern und in Gemeinschaft etwas zu machen«, sagt sie. Aus dem ehrenamtlichen Vorstand bringe jeder eine andere Fähigkeit ein - sei es, sich um Bienen im NABU-Garten zu kümmern, Kunsthandwerk und Lesen anzubieten oder Erfahrungen als Bio-Bauer zu teilen.

2012 begann Jimbala, feste Öffnungszeiten einzurichten. Dies ist seitdem - Sommer wie Winter - der erste und der dritte Sonntag. Schulklassen und Kitas kommen zu Besuch, auch Kindergeburtstage können hier gefeiert werden. Seit 2016 wird die Kinderfarm mit Mitteln der »Aktion Mensch« unterstützt. Heute werden zwei Mitarbeiter beschäftigt.

Öffnungszeiten sind nun Dienstag, Freitag und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr. Die Mitarbeiter der Kinderfarm kümmern sich in Kooperation mit dem Fünffingertreff besonders um die Kinder aus der Altstadt. Der Eintritt ist frei, mit Ausnahme der Ferienspiele, die an Ostern, im Sommer und im Herbst terminiert sind.

Mittlerweile ist auch vormittags etwas los, da seit August der »Natur-Erlebnis-Kindergarten Jimbala« das städtische Kita-Angebot ergänzt: montags bis freitags von 7.30 bis 13.30 Uhr. Zehn Kinder sind bereits angemeldet, 20 sollen es werden. Drei Erzieherinnen, eine mit Fortbildung in Wildnis-Pädagogik, sowie eine Jahrespraktikantin kümmern sich um die Kinder ab drei Jahre. Träger ist der Verein, die Anmeldungen erfolgen über die Stadt. Für die Zukunft ist geplant, Kleintiere wie Hühner und Kaninchen zu halten. »Der Hühnerstall steht bereits«, freuen sich Reuter und Rogalski.

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