04. November 2019, 20:16 Uhr

Dreimal Grund zum Feiern

04. November 2019, 20:16 Uhr
Den Gesangverein Concordia gibt es inzwischen seit 180 Jahren. Deshalb singen beim Herbstkonzert alle Chöre gemeinsam den Jubiläumssong »Weit, weit weg«. (Fotos: udo)

Der Gesangverein Concordia hat in seinem Herbstkonzert vor allem eins vermittelt: Zuversicht. Zentrale Botschaft der sechs Chöre des Vereins war der Rat, auch in tristen Situationen die Hoffnung zu wahren und weiterzumachen. Diese Mitteilung zog sich als Leitmotiv durch die präsentierten Songs.

Der Freude am Singen und an der stärkenden, therapeutischen Kraft der Musik widmeten sich mit »Sing«, »Gabriellas song« und »Das ist swing« drei Stücke. Die Kinder und die Jugendlichen zeigten sich als »Schwalben«, als »Kolibris« und im Jugendchor mit »Wir sind Kinder« und mit »We are the young« interessiert an einer eigeninitiativ und verantwortungsvoll zu gestaltenden Zukunft.

Erlös für Saalumbau

Neben der Musik feierte die Concordia in ihrem Herbstkonzert in der evangelischen Kirche in Nieder-Wöllstadt drei Jubiläen auf einen Schlag. Die Frauen singen seit einem Vierteljahrhundert zusammen, der Verein besteht seit 180 Jahren und das Vereinshaus, der »Elli-und-Walter-Hölzle-Saal«, wird seit 35 Jahren genutzt. Das 180-jährige Jubiläum verdankt die Concordia dem Männerchor und seiner seit 1839 bestehenden Tradition. Das Lied des 180er Jubeljahres ist Hubert von Goiserns melancholischer Hit »Weit, weit weg«, der im Konzert als gemeinsame Zugabe aller Chöre erklang.

In dem abwechslungsreichen und amüsanten Konzert waren die Gattungsgrenzen weit gezogen. Hessische Volksmusik kam mit »O Susanna« ebenso zum Zuge wie Folk (»California Dreamin’«), Shanty (»What shall we do with the drunken sailor«), Ballade (»Can’t help falling in love«), Liedermacherpoesie (»Heute hier, morgen dort«), Pop (»You raise me up«), Swing (»Bei mir bist du schön«) und Filmmusik (»Can you feel the love tonight«).

Außer dem von Patrick Lagerpusch geführten Frauenchor traten im Herbstkonzert drei von Martin Bauersfeld geleitete Formationen auf: der Männerchor und die Chöre »Schwalben« und »Kolibris«. Außerdem wirkten der von Julia Beuthner dirigierte Jugendchor und die von Christian Münk dirigierten »Melodies« mit. Bei den »Melodies« singen frühere Jugendchormitglieder.

Martin Bauersfeld begleitete den Frauenchor, der mit »California dreamin’« auf einen entspannten Nachmittag einstimmte, am E-Piano. Elke Blum gab einen heiteren Überblick über die Geschichte des Frauenchors und seinen Probenbetrieb. Sie trug der Anschaulichkeit halber das neckische türkisfarbene Top aus der Gründerzeit: »Seltsam, was uns schon alles gefallen hat!« In »Gabriellas song« flackerte vielfach Sehnsucht auf.

Beim Auftritt der »Schwalben« wurde der stattliche Kinderchor, der aus zwölf Mädchen und fünf Jungen besteht, bewundert. Beim »Bongo-Beat« kam beste Laune auf. Die Temposteigerungen in »Das ist swing« waren nicht zu toppen. Am Ende wollten die »Schwalben« die Bühne gar nicht mehr verlassen. Der Männerchor machte mit »Heute hier, morgen dort« auf den permanenten Wechsel in allem Irdischen aufmerksam: Alles fließt. Die lustigen Lautmalereien in »O Susanna« rissen alle mit. Der Sänger Andreas Heuser lobte die perfekte Choreografie beim An- und Abtreten: »Das hat bisher noch nie geklappt!« Chorleiter Christian Münk und Pfarrer Simba Burgdorf begleiteten die »Melodies« zu »Love of the common people« an den Gitarren. Und Nina Eberhardt unterstützte den Jugendchor bei »Livin’ on a prayer« am peruanischen Perkussionsinstrument Cajón. Im »Hölzle-Saal« durfte nach dem Kirchenkonzert weitergefeiert werden. Der Erlös aus dem Herbstkonzert soll dazu verwendet werden, diesen Saal barrierefrei auszubauen.

Der Concordia-Vorsitzende Bernhard Heger weist auf den nächsten Termin hin: Die Concordia wirkt am Benefiz-Weihnachtssingen am Montag, 21. November, um 18.30 Uhr im Eisstadion Bad Nauheim mit.

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