25. September 2019, 19:41 Uhr

Durch das liebliche Taubertal

25. September 2019, 19:41 Uhr
Bei Kaiserwetter unternehmen Mitglieder und Gäste des Kneipp-Vereins unter der Leitung von Angelika Gundel, Vorstandsmitglied des Vereins, einen Tagesausflug durch das Taubertal bis nach Rothenburg ob der Tauber. (Foto: pv)

Bei Kaiserwetter unternahmen Mitglieder und Gäste des Kneipp-Vereins Bad Nauheim/Friedberg/Bad Salzhausen unter Leitung von Angelika Gundel, Vorstandsmitglied des Vereins, einen Tagesausflug durch das Taubertal bis nach Rothenburg ob der Tauber.

Am frühen Morgen ging es mit dem Bus zuerst in das 7500 Einwohner zählende Städtchen Weikersheim, das zum Main-Tauber-Kreis im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs gehört. Im Zentrum des Ortes befindet sich das Schloss, eine der schönsten Residenzen der Renaissance, mit einem dreiachsigen Barockgarten aus dem frühen 18. Jahrhundert. Hier stand eine Besichtigung mit einstündiger Führung auf dem Programm.

Danach erfolgte die Weiterfahrt nach Creglingen in einen gutbürgerlichen Gasthof zum Mittagessen. Gut gestärkt wurde anschließend - etwas außerhalb von Creglingen - die Herrgottskirche mit ihrem weltberühmten holzgeschnitzten »Marienaltar«, das Hauptwerk des begnadeten Künstlers Tilman Riemenschneider, besichtigt, und man lauschte in der Kirche der beeindruckenden Erzählung der Kirchenführerin über das Werk des Künstlers.

Vor Zerstörung bewahrt

Sie berichtete auch vom Creglinger Lichtwunder, in dem in der Herrgottskirche alljährlich um den 15. August (Maria Himmelfahrt) durch die Kirchenrosette die Strahlen der Abendsonne die zum Himmel auffahrende Mariengestalt im Altar in fast überirdisch wirkendes Licht tauchen.

Daran anschließend wurde Rothenburg angefahren, wo schon die Stadtführerin auf die Reisegesellschaft wartete. Mit ihr ging es auf dem holprigen Kopfsteinpflaster zuerst zu einem Haus in der Judengasse, in dem Papst Franziskus im Jahr 1986 als Goethe-Student drei Monate lang bei Gasteltern lebte und dort die deutsche Sprache erlernte. Die nächste Station war die - eine Straße überbrückende - gotische Kirche St. Jakob, in der sich ebenfalls ein holzgeschnitzter Altar, der »Heilig-Blut-Altar« von Riemenschneider befindet. Der Weg führte weiter durch einen Klostergarten und durch das Stadttor mit Burgturm in den Burggarten, von dem man eine herrliche Aussicht auf Rothenburg und das Taubertal hat. Über die Herrngasse ging es vorbei am Hotel Eisenhut, in dem schon der Schah von Persien nächtigte, und am Weihnachtsdorf der Käthe Wohlfahrt, hin zum Marktplatz. Dort öffneten sich am Haus der Ratstrinkstube, die früher einzig den Ratsherren vorbehalten war und in der sich heute die Touristeninformation befindet, um 17 Uhr - wie zu jeder vollen Stunde - die Fensterläden und die Kunstuhr zeigt die legendäre Geschichte des »Meistertrunks«, durch welchen im Jahre 1631, während des Dreißigjährigen Krieges, die Stadt vor der endgültigen Zerstörung verschont blieb.

Danach hatte die Reisegruppe Zeit zur freien Verfügung für einen Bummel durch Rothenburg oder zum Kaffeetrinken. Natürlich kaufte dann auch der eine oder andere im Laden beim »Schneeballenkönig«, der sich einen Steinwurf vom Marktplatz befindet, die bekannten Rothenburger Schneeballen - ein Gebäck aus Eierteig - ein, die dort in 20 verschiedenen Sorten, z. B. mit Eierlikör-Marzipanfüllung, Nougatfüllung, Schokocremefüllung oder einfach nur pur mit Puderzucker bestäubt, verkauft werden.

Während die Abendsonne langsam unterging, konnten die Reiseteilnehmer auf der Heimfahrt diesen schönen, erlebnisreichen Tag noch einmal Revue passieren lassen.

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