06. November 2019, 19:01 Uhr

»E Kirch off platt«

06. November 2019, 19:01 Uhr
»Mir schwätze heut Platt«: Der besondere Gottesdienst lockt viele Besucher an. (pv)

Unter dem Titel »Jeder muss e Hoammed huu« fand »Samsdoach-Owends emm siwwe Auer« in Steinfurth zum siebten Mal »E Kirch off platt« statt. Zu genießen waren wieder vier Dialekte: der heimische Steinfurther Dialekt, die Mundart aus Rodheim-Bieber bei Gießen durch Pfarrer i. R. Karl-Ernst Platt, die Donsbacher Muttersprache von Pfarrer Siegfried Nickel sowie ein vierter Dialekt, genannt Hochdeutsch.

Der Einladung des Pfarrers und seines Teams (Heinz Acker, Karin Clotz, Karin Künstler, Christel Philippi und Karola Odenweller) folgten viele, die Kirche war voll. Nach Begrüßung, Votum und Eingangsspruch des Hausherren sang die Gemeinde »Herr Jesu Christ dich zu uns wend«, bevor sich alle mit dem Psalm 23 versuchen konnten, der wechselseitig im Dialekt vorgetragen wurde. Ebenfalls im heimischen Dialekt folgte ein Gebet, bevor der Frauenchor des Gesangvereins Frohsinn seinen Auftritt hatte und die Hinführung zum Thema »Hoammed« durch Pfarrer Nickel begann. Passend dazu intonierte die Gemeinde die anrührende Volksweise »Kein schöner Land«.

Abschluss in der Pfarrscheune

Ein »Dreiergespräch« über das Thema bildete den Vorspann zum Volkslied »Am Brunnen vor dem Tore«. Pfarrer i. R. Platt, der in Steinfurth seit Jahren einen großen Fan- und Freundeskreis hat, predigte in seinem unverwechselbaren Stil über die Heimat. »Jeder muss e Hoammed huu.« Die nicht immer ganz so romantische Definition von Heimat im Alten Testament sowie die Auslegungen im Neuen Testament, in dem Jesus vom Loslassen von Heimat, Familie und Verwandtschaft spricht, um ihm wirklich nachzufolgen, waren seine Themen. Nach dem Pilgerschaftslied »Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh?« folgten erneut der Frohsinn-Frauenchor, die Fürbitten im Dialekt, das (hochdeutsche) Vaterunser, die (nun wieder im Dialekt vorgetragenen) Abkündigungen und der (hochdeutsche) Segen.

Im Wechseldialekt wurden die Gemeindemitglieder zum gemütlichen Beisammensein in die Pfarrscheune eingeladen, wo alle den außergewöhnlichen Gottesdienst Revue passieren ließen. Pfarrer Nickel dankte allen Akteuren, besonders Pfarrer i. R. Platt. Wie zu hören war, wünschen sich alle ein baldiges Wiedersehen und eine Fortsetzung dieser einmaligen Tradition.

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