29. Oktober 2019, 20:37 Uhr

Ecstasy in der Schokoladendose

29. Oktober 2019, 20:37 Uhr
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Aus der Redaktion

Eine Kontrolle am Friedberger Bahnhof und Durchsuchungen an verschiedenen Anschriften haben schließlich dazu geführt, dass die Polizei bei einem 39-jährigen Wölfersheimer unterschiedliche Drogen, darunter zahlreiche Ecstasy-Tabletten, entdeckte.

Vor einigen Wochen hatten die Beamten am Friedberger Bahnhof zwei junge Frauen kontrolliert, beide noch keine 20 Jahre alt. Bei ihnen wurden einige Plomben mit Haschisch gefunden. Die anschließenden Ermittlungen bezüglich der Herkunft der Drogen förderten für die Ermittler der Polizei Erschreckendes zutage.

Nach dem Drogenfund bei den beiden jungen Frauen versuchten die Ermittler des Rauschiftkommissariates der Wetterauer Kriminalpolizei, demjenigen auf die Spur zu kommen, der den beiden die Drogen verkauft hatte. Dabei erhielten sie auch Einblick in den Lebenswandel der jungen Damen.

Und der war selbst für die erfahrenen Ermittler erschreckend, zeigte er doch, dass sich der Alltag der Frauen und etlicher Gleichaltriger offenbar einzig und allein um Drogenkauf und -konsum drehte. Umso wichtiger war es den Ermittlern daher, nicht nur den Verkäufer der Drogen ausfindig zu machen, sondern auch weitere Konsumenten zu ermitteln - was auch gelang.

Marihuana und Amphetamin

Die Beamten durchsuchten in dieser Woche gleich fünf Anschriften in Wölfersheim, Reichelsheim und Friedberg. Während die Polizisten an vier Anschriften keine Betäubungsmittel fanden, staunten sie an der Anschrift eines Wölfersheimers, der im Verdacht steht, mit den Betäubungsmitteln zu handeln: Sie fanden bei ihm eine ganze Sammlung von Ecstasy-Tabletten. In einer Schokoladendose, in Schminkpaletten und weiteren Verstecken lagen 83 Sorten Ecstasy-Tabletten in verschiedensten Farben und Formen. Sie sahen aus wie Lego-Steine und Diamanten, täuschten auf diese Weise eine Harmlosigkeit vor, die sie keineswegs haben.

Die Polizisten stellten bei dem 39-Jährigen schließlich insgesamt rund 160 Ecstasy-Tabletten, etwa 11,5 Gramm Marihuana, 223 Gramm Amphetamin und 18 Gramm weiteres MDMA sicher. Nach den polizeilichen Maßnahmen konnte er wieder seines Weges gehen, die Ermittlungen wegen des Verdachtes des Handels von Betäubungsmitteln gegen ihn dauern an.



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