27. September 2019, 21:53 Uhr

Ein Stern am Kulturhimmel

27. September 2019, 21:53 Uhr
Großes musikalisches Talent: Sabine Dreier hat 17 CDs eingespielt, darunter auch Eigenkompositionen wie die CD »Traumreise«. Dafür und für ihr weites kulturelles Wirken ist sie jetzt ausgezeichnet worden. (Foto: lod/Archiv)

Donnerstagabend, 18.30 Uhr, im Theater Altes Hallenbad: Nach »Moon River« und Scarf Dance«, gespielt vom achtköpfigen Ensemble »Flute Connection«, eröffnete Landrat Jan Weckler den Reigen der Ehrungen einer Musikerin, die mit dem diesjährigen 23. Wetterauer Kulturpreis ausgezeichnet wird. Es ist die Flötistin Sabine Dreier - eine musikalische Ausnahmegestalt in jeder Hinsicht.

Landrat Jan Weckler umriss ihren musikalischen Werdegang mit Studien in Genf, Frankfurt und Mannheim, wo sie das Orchestermusik-Diplom mit Bestnote ablegte. Mittlerweile 17 CD-Einspielungen (darunter auch Eigenkompositionen), diverse Radioauftritte und Tourneen bis ins ferne Australien zeugen von der erstaunlichen Karriere der Flötistin, die seit vielen Jahren an der Musikschule Friedberg Schülerinnen und Schüler ausbildet, sie in die Geschichte ihres Instruments einführt und im gemeinsamen Spiel die Epochen der Flötenmusik von der Renaissance bis zur Moderne erkundet. Dreier rief nicht nur die »Flute Connection« ins Leben, sondern gründete auch weitere Ensembles wie »Flauto Vivo« und »Traverso«.

»Was bei Sabine Dreier so leicht und spielend aussieht, ist Können auf höchstem Niveau. Wer so spielt, ist ein fleißiger Arbeiter, der an der stetigen Vervollkommnung seiner Fähigkeiten wirkt«, sagte Landrat Jan Weckler über die »Kulturbotschafterin des Wetteraukreises«. »Muchas felicidades para te!« Guido Duclos, Gitarrist von hohen Graden und Kollege Sabine Dreiers an der hiesigen Musikschule, erntet mit seinem exzellenten Flamencospiel und gesungenen Glückwünschen heftigen Applaus.

»Wie hat sie das alles hingekriegt?« Musikschulleiter Michael Eberhardt würzte seine persönliche Dankesrede an Sabine Dreier mit unterhaltsamen Anekdoten, unter anderem von einer Tournee in Friedbergs Partnerstadt Magreglio. Emotionaler Höhepunkt des Abends war Dr. Ariane Ollmann-Brandenburgers bewegende Laudatio auf die Preisträgerin. »Sie verbreitet Freude.« Weit mehr als »nur« Lehrerin, sei sie ihr zum menschlichen Vorbild geworden, habe ihr neben musikalischem Können vor allem Selbstvertrauen, den Glauben an sich selbst vermittelt. »Welch ein Privileg, mit Sabine musizieren zu dürfen!«

Vor der feierlichen Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten »Wetterauer Kulturpreises« erfreuten vier Revuegirls mit getanzten Rhythmen aus den 20er-Jahren. »Ich freue mich, einer der Sterne am Wetterauer Kulturhimmel sein zu dürfen. Welcher Ghostwriter hat mir denn so was ins Manuskript geschrieben?«, fragte Dreier. Satt einer weiteren Rede griff sie zur Gitarre und dankte singend für so viel Lob. Begleitet wurde sie dabei von den vier Mitgliedern der »Taunus Jazz Connection«, die nacheinander auf der Bühne erschienen.

Mit angeregten Gesprächen und einem Buffet klang eine Veranstaltung aus, die allen Beteiligten wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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