12. Februar 2018, 19:56 Uhr

Ein Stern für Pfarrer Kay Wick

12. Februar 2018, 19:56 Uhr

Nach gut zehn Jahren verlässt Pfarrer Kay Wick die evangelischen Gemeinden in Södel und Melbach. Am Sonntag verabschiedete sich Wick in der voll besetzten Auferstehungskirche in Melbach in einem Gottesdienst mit Dekan Volkhard Guth von seinen Gemeinden.

Guth erklärte, dass Kay Wick Pfarrer bleibe und andere Aufgaben als »Aushilfspfarrer« in vakanten Kirchengemeinden übernehmen werde. In dem Gottesdienst werde er lediglich von seinen Aufgaben in Södel und Melbach entbunden. Nach zehn Jahren als Pfarrer in einer Gemeinde werde Bilanz gezogen, darauf habe er verzichtet, sagte Guth.

»Bruder Kay, du hast hier Spuren hinterlassen und in diesen werden sich die Gemeindemitglieder und deine Nachfolger wiederfinden. Mein Dank gilt für das Engagement. Hierbei schließe ich speziell deine Frau Kerstin mit ein, die sich am Gemeindeleben aktiv miteinbrachte«, dankte Guth. Er nannte die Bücherflohmärkte, die regelmäßig viele Besucher anzogen hätten. Diesen Einsatz werde der Förderverein der evangelischen Kirchengemeinde Melbach weiterführen.

Als Text für die Abschiedspredigt hatte Wick Korinther 1, 26–31 gewählt. Er stellte zunächst die Frage was eine christliche Gemeinde ausmache und antwortete, die Leute versammeln sich alle, die an Jesus Christus als ihren Herrn und Retter glauben und erkannt haben, dass sie ohne Gott nicht klarkommen. Mit ihm vor Augen gestalten und erfüllen sie die Gemeinde mit Leben. Das sei jedoch nicht immer schön.

»Christ sein heißt, Jesus folgen.« Christen seien zwar Kinder Gottes, aber gleichzeitig auch Diener des Herrn. Der Apostel Paulus sei einer gewesen, der dies erkannte und vom Verfolger Christus zu dessen Diener wurde. Er gründete rund ums Mittelmeer neue Gemeinden. »Und wie sahen diese Gemeinden aus«, fragte Wick. Der Großteil der Mitglieder der ersten Gemeinden stammten aus den unteren sozialen Schichten mit einer teilweise unzüchtigen Vergangenheit. Und diese Personen hätten in der neuen Gemeinschaft das dortige Leben mitgeprägt, während die Etablierten der Gesellschaft größtenteils abseits blieben. Gott habe sich aus menschlicher Sicht die Törichten ausgesucht, um die Klugen zu beschämen. Gott habe sich der Schwachen angenommen, um die Starken zu demütigen. »Wer bei Menschen nichts zählt, den wolle Gott für sich haben. Vor Gott kann sich niemand etwas auf sein Können einbilden. Jeder verdankt alles, was er hat, der Gemeinschaft«, erklärte Wick. Gott unterstützte die Schwachen. »Wer mich erkennt und begreift, dass ich der Herr bin, der hat allen Grund stolz zu sein«, zitierte Wick Jeremia. In diesem Sinn habe er versucht, die Gemeinden zu gestalten. »Sollte ich jemanden Unrecht zugefügt haben, so tut es mir leid, und ich bitte ihn um Vergebung«, sagte er.

Den Gottesdienst gestalteten musikalisch Mathias Diefenbach und Willi Schmidt sowie an der Orgel Gundula Kellinger.

Ehrenmitglieder im Verein

Lange währte das Abschiednehmen der Gemeindemitglieder in der Kirche nach dem Gottesdienst. Der Melbacher Kirchenvorstand überreichte ein Bild ihrer Kirche. Der Förderverein der Melbacher Kirche ernannte Kay und Kerstin Wick zu Ehrenmitgliedern. Denn auf Wicks Initiative hin wurde der Verein gegründet, um Geld für die Innenrenovierung der Kirche zu generieren. Dabei konnte beispielsweise jedermann für 100 Euro auch eine Patenschaft für die 289 angebrachten Sterne übernehmen. Symbolisch übereignete der Fördervereinen am Sonntag den Stern Nummer eins an Kay Wick und jenen 289. an Kerstin Wick.

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