23. September 2019, 19:02 Uhr

Einblicke in den Weltraum

23. September 2019, 19:02 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Meteosat-Satellit läuft eigentlich auf einer Umlaufbahn in 36 000 Kilometern Höhe. Er produziert Fotos für die Wettervorhersage. Die AGGK-Mitglieder haben sich das Modell »am Boden« angeschaut. (Foto: pv)

In einem voll besetzten Bus brachen 36 Mitglieder und Gäste der Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur (AGGK) zu einer Fahrt nach Darmstadt auf, um dort zwei bedeutende internationale Einrichtungen kennenzulernen. Der erste Besuch galt der ESOC, dem Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der zweite der »Eumesat«, die Wetterdaten für die Welt liefert. Da beide Organisationen auf einem exterritorialen Bereich liegen, verlässt man jeweils beim Betreten den Boden der Bundesrepublik Deutschland, weshalb zunächst einige Formalitäten wie bei einem Grenzübertritt zu erledigen waren.

Mit einem Einführungsvideo wurde der Aufgabenbereich der ESA vorgestellt. Ein im Außenbereich stehendes Satellitenmodel der Größe 1:1 wurde in seinen Funktionen erklärt. Danach besichtigte die Gruppe den riesigen Hauptkontrollraum, der bei neuen Projekten so lange benutzt wird bis der Satellit seine vorgesehene Bahn erreicht und dort seine vorgesehene Tätigkeit aufgenommen hat. Danach wandern Überwachung und Steuerung in einen der vielen kleineren Kontrollräume. Eine kurze Busfahrt brachte danach die Gruppe zum Gelände der »Eumesat«, der europäischen Organisation für meteorologische Satelliten. Sie beschäftigt sich rund um die Uhr mit allen Bereichen, die mit Wetter und vor allem auch mit Klima und Umwelt zu tun haben. Eine freundliche junge Dame empfing die Gruppe und gab eine Übersicht in die Aufgaben der Organisation. Etliche im Freien aufgebaute Wettersatelliten-Modelle im Maßstab 1:1 wurden in ihrer Funktion erklärt. In einem Vortragsraum, an dessen Decke eine Vielzahl kleiner Satellitenmodele hing, wurden die Besucher mit weiteren Informationen gefüttert. Die Daten die »Eumesat« von den Satelliten erhält, werden kostenlos an die nationalen Organisationen der am jeweiligen Projekt beteiligten Mitgliedstaaten zu deren Verwendung weitergegeben. Die Anzahl der Satellitendaten sei sehr umfangreich, wie zu Windverhältnissen, Wolken, Regen und Schneefall, Ausbreitung der Polareisbereiche, Staubverbreitung (Sahara und Vulkane), Meeres-Wellenbewegungen, Bodenbeschaffenheit, Pflanzenwachstum, Flächenbrände und vieles mehr. Bei der ESOC und bei der »Eumesat« gab es reichlich Infomaterial zum Mitnehmen. Reichlich mit neuem und interessantem Wissen versehen machte sich die Gruppe zufrieden auf den Heimweg.



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