18. Oktober 2019, 18:11 Uhr

Eine ganze Woche auf Tour

18. Oktober 2019, 18:11 Uhr
Anstrengend und herausfordernd, doch diese sportlichen Radfahrer haben täglich die Strecken geschafft. 350 Kilometer stecken ihnen in den Knochen. (Foto: pv)

Nachdem in den letzten Jahren zahlreiche Wochenend- sowie Mehrtagestouren von der Radwandergruppe des RC Edelweiß Nieder-Wöllstadt absolviert wurden, entschloss man sich, 2019 erstmals eine ganze Woche auf Tour zu gehen.

Sechs Mitglieder der Radwandergruppe brachen auf, um in sieben Tagen den größten Teil des Bodensee-Königssee-Radweges zu bezwingen.

Zunächst ging es mit der Bahn nach Nesselwang im Ostallgäu. Nach einer kleinen Erfrischung wurde es dann ernst. Bei angenehmen Temperaturen, immer mit Blick auf die Allgäuer Alpen und die Zugspitze, durch Wälder und Felder, vorbei an kleinen Dörfern, wurde, nachdem man die teils anspruchsvollen Steigungen des Allgäuer Hügellandes gemeistert hatte, Füssen erreicht. Nach einem kleinen Stadtbummel ging es dann weiter nach Schwangau, wo übernachtet wurde.

Am Sonntag ging es dann Richtung Wieskirche. Die Anstiege gegenüber dem Vortag wurden spürbarer. An der Wieskirche erlebte die Gruppe die Eröffnung eines Gottesdienstes durch einige Böllerschützen. Im Laufe des Tages wurde es trockener und wärmer, sodass die Fahrt mehr genossen werden konnte. Nach einer Mittagsrast führte der Weg durch das Murnauer Moos weiter zum Tagesziel in Schlehdorf am Kochelsee.

Im Regen nach Bad Tölz

Am dritten Tag ging es über Bad Tölz bis Gmund am Tegernsee. Nur 48 Kilometer, die es aber in sich hatten. Es hatte die ganze Nacht geregnet und auch zum Start war keine Besserung in Sicht. Im Regen ging es bis nach Benediktbeuren und Bad Tölz, Hier war dann Mittagspause angesagt mit Aufwärmen und Trocknen. Auch der Regen hörte jetzt auf.

Auf immer noch feuchtem Untergrund und teilweise mit Geröll überzogenen Wegen ging es bis nach Marienstein. Hier und etwas später bot sich den Radlern ein recht schräges Bild der Straße. 14 bis 16 Prozent Steigung. Man besann sich auf die Hilfe von »Schusters Rappen«.

Der vierte Tag war ein Ruhetag. Bei schönstem Sonnenschein und klarem Himmel ein reines Vergnügen. Schiffsfahrt auf dem Tegernsee, Rundgang durch Rottach-Egern, Bad Wiessee und den Ort Tegernsee.

Am fünften Tag, wieder bei schönem Radfahrwetter, ging es erst zum Schliersee. Durch eine wunderbare Landschaft verlief der Weg dann über eine lange Gefällestrecke abwärts in die Inn-Ebene bei Raubling. In Neubeuern, zu Fuß auf den 40 Meter über den Ort aufragenden Schlossberg, hatte man einen fantastischen Blick über das Tal. In Rohrdorf, nach einem guten Abendessen im Freien, wurde übernachtet. Tag sechs führte über Aschau, Bernau am Fuße der Kampenwand und Grassau nach Bergen. In Bad Adelholzen wurde die »Wasserwelt«, ein Besucherzentrum mit Ausstellung und Abfüllanlagen in Betrieb, besucht. Über Traunstein ging es dann nach Teisendorf/Rückstetten, dem Zielort dieses Tages.

Schwierige Etappen

Die siebte und letzte Etappe ging am Ramsaubach entlang ohne größere Steigungen am Höglwörther See vorbei in den Ruperti-Winkel nach Piding.

Anschließend der Saalach folgend nach Bad Reichenhall. Hier wurde eine längere Pause eingelegt, um den Kurpark und die dortigen Salinen anzuschauen. Von Bad Reichenhall bis Berchtesgaden sind es zwar »nur« 20 Kilometer, doch die Aufmunterung »bald geht es nur noch abwärts« kam und kam nicht.

Dafür ging es erst mal auf 706 Meter hoch mit bis zu 16 Prozent Steigung. Also hieß es wieder »anspannen«. Oben angekommen ging es dann wirklich in schneller Fahrt abwärts Richtung Berchtesgaden und zum Hotel.

Drei Unentwegte fuhren dann per Rad zum Königssee, während die anderen den Bus nahmen. Die Gelegenheit, sich St. Bartholomä sowohl vom Schiff als auch an Land anzusehen, wurde genutzt und auch das berühmte Echo am Königssee war zu hören.

Der Samstag wurde zu einem Erlebnis mit dem Besuch im Salzbergwerk. Am Sonntag ging es dann mit dem Zug auf die Heimreise.

Die Gruppe hat auf ihrer Tour etwa 350 Kilometer zurückgelegt und dabei über 3000 Höhenmeter bewältigt.

Fazit: Es war anstrengend und herausfordernd, gleichzeitig aber auch schön und beeindruckend.

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