15. Juli 2019, 18:56 Uhr

Einen Meilenstein erreicht

15. Juli 2019, 18:56 Uhr
Die Klassenlehrer Verena Krell, Torsten Bork und Nico Galeski packen einen Koffer mit allen Dingen, die für den weiteren Lebensweg erforderlich sind. (Foto: pv)

Das viele Pauken hat sich gelohnt - zumindest für rund 75 Haupt- und Realschüler der Limesschule. Sie haben ihren Abschluss in der Tasche. Bei einer stimmungsvollen Entlassfeier in der Altenstadthalle wurden sie verabschiedet. Einige der jungen Leute bleiben der Limesschule treu: Sie wechseln in die gymnasiale Oberstufe.

»Auf diesen Tag habt ihr hingearbeitet, und jetzt stehen euch unterschiedliche Wege frei«, stellte Schulleiterin Andrea Schubert fest. Für ihre Ansprache hatte sie sich eine buddhistische Geschichte ausgesucht. Ein Mönch beschrieb den Bau einer Mauer für das Kloster, die wegen Geldmangels von den Mönchen selbst gebaut wurde. Die von ihm errichtete Wand wies zwei schief eingemauerte Steine auf, die ihn über viele Jahre störten. Erst später habe ihm ein Besucher geholfen, den Blick nicht auf den Fehler zu konzentrieren. »Ich wünsche euch, dass ihr bei euch und bei anderen die 998 gut eingesetzten Steine seht«, schloss Schubert, für die die Entlassfeier auch eine Premiere war.

Jörg Grieshaber ergriff als Vorsitzender des Elternbeirats das Wort. Für die Schüler sei der Abschluss etwas Entscheidendes im Leben und markiere den Aufbruch in eine neue Zeit. »Glaubt an euch, geht euren eigenen Weg, und dann kommt eins zum anderen«, empfahl Grieshaber den Schülern. Wer dachte, mit der Schule sei alles gelaufen - den belehrte er eines Besseren: »Lernen endet nicht heute, jeden Tag müssen wir uns neuen Gegebenheiten anpassen«, hob er hervor.

In die Schar der Gratulanten reihte sich auch der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Werner Zientz, ein, selbst lange Jahre Lehrer an der Limesschule. Er erinnerte daran, dass bei aller Freude über den Abschluss dieser Tag auch bedeute, Abschied zu nehmen. »Ihr verlasst eine Komfortzone.« Zientz forderte die Entlassschüler dazu auf, sich auch weiter anzustrengen und nicht aufzugeben. »Geht euren eigenen Weg in eine hoffentlich glückliche Zukunft«, rief er ihnen zu.

Anschließend richtete Schülersprecherin Pia Sophie Fischer mit ihrem Poetry-Slam-Text zum Thema »Erwachsenwerden« beeindruckende Worte an die Anwesenden. »Plötzlich gehöre ich zu den Leuten, die Schülern sagen, sie sollen ihre Schulzeit bloß genießen«, meinte die 16-Jährige, die ihre Ansprache selbstsicher und glaubwürdig gestaltete. Kindsein sei ein Ponyhof - wer wolle denn da erwachsen werden? »Erwachsenwerden heißt ja nicht, dass wir aufhören müssen, ein Kind zu sein« - mit diesen Worten schloss Fischer, die selbst zu den Absolventen gehörte, ihre letzte Rede als Schülersprecherin.

Was in Zukunft wichtig ist

Die Klassenlehrer der Abschlussklassen - Verena Krell, Torsten Bork und Nico Galeski - ließen es sich nehmen, sich auf besondere Weise von ihren Schülern zu verabschieden: Symbolisch packten sie einen Koffer mit allen Dingen, die für den weiteren Lebensweg erforderlich sind: Ehrlichkeit, Durchhaltevermögen und Kritikfähigkeit wurden als Stichworte genannt ebenso wie Sorgfalt, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Sie rieten den Schülern, »die Segel richtig zu setzen, da man den Wind nicht ändern kann«.

Danach war es so weit: Alle Schüler wurden einzeln nach vorne gebeten und bekamen ihr Abschlusszeugnis. Für die besten Noten zwischen 1,1 und 2,0 wurden sechs Absolventen gewürdigt. Musikalisch begleitet wurde die Feier durch Darbietungen der Musiklehrer Hans-Peter Müller und Eduard Rovner sowie durch die Schüler Dennis Dralov (E-Piano) und Alexander Konoplew (Akkordeon), die mit Solostücken für Begeisterung sorgten.

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