26. Juni 2019, 18:46 Uhr

Er ist Teil einer »verrückten Idee«

26. Juni 2019, 18:46 Uhr
So entspannt, wie es aussieht, ist Frank Mahler nicht. Bis es auf der großen Bühne ernst wird, übt er viel zu Hause. »Es ist sehr anstrengend. Viele Proben stehen auf dem Plan«. Er wird bei allen 18 Titeln der Setliste mitsingen. (Foto: geo)

Sie hatten einen Traum - und haben ihn realisiert. Um sich einen Auftritt der US-Rockband Foo Fighters in Italien zu sichern, haben 1000 Musiker gemeinsam den Song »Learn to fly« der Band gespielt. Drei Monate später traten die Foo Fighters im norditalienischen Cesena auf. Hunderte Schlagzeuger trommelten im Takt, Gitarristen und Sänger wuchsen über sich hinaus. Das Video der »Rockin’ 1000« sorgte weltweit für Gänsehaut-Feeling. Im Juli findet das Projekt in Frankfurt seine Fortsetzung. Mit dabei ist Frank Mahler aus Nidderau. Der 55-Jährige ist einer von 1000 europaweit ausgewählten Musikern, die in der Commerzbank-Arena dabei sein dürfen.

Das Video der »verrückten Idee« von Organisator Fabio Zaffagnini erhielt im Netz mehr als 26 Millionen Klicks. Mittlerweile ist aus der Aktion ein internationales Projekt entstanden. Am 7. Juli geht die »größte Rockband der Welt«, wie die Organisatoren sagen, erstmals in Deutschland, in der Commerzbank-Arena in Frankfurt, vor 30 000 Zuschauern auf Tour. »Das Konzept: Ein Stadion, 18 Songs, 1000 Musiker, ein Konzert.«

Mahler ist in Frankfurt geboren und in Rödermark aufgewachsen. Er spielte schon als 16-Jähriger auf seiner ersten Gitarre, 1986 gründete er seine erste Band »Nix für Ungut«. Während Mahler von diesen Zeiten spricht, wird seine Stimme weich, seine Augen leuchten. Das Album der Band »Durch und durch gewöhnlich« steht 1994 auf der Top 40 Bestenliste vom Deutschen Rockmusikerverband auf Platz 5. Es ist das Jahr, indem Mahler, mittlerweile Vater einer zweijährigen Tochter, seine Karriere aus privaten Gründen beendet. Er arbeitet in Folge nebenberuflich 17 Jahre als DJ. 2013 zieht Mahler nach Nidderau, um näher an seinem Arbeitsplatz in Niederdorfelden zu sein.

In Nidderau wird er schnell bekannt, da er sich an den Jam-Sessions im Schlosskeller beteiligt. Auf seiner E-Gitarre, einem Nachbau der Epiphone »The Dot Jerry« lebt er die Livemusik. Der ausgebildete Percussionist ist aktives Mitglied im Kulturverein Schlosskeller. Seit 2015 spielt er in einer Santana-Coverband in Frankfurt. »Im April besuchte ich mit meiner Tochter Katharina in der Frankfurter Festhalle die Musikmesse und stieß auf den Flyer für das Projekt«, sagt Mahler. Er bewarb sich mit YouTube-Clips diverser Coverversionen und erhielt im April die Zusage für seine Teilnahme als Sänger. Stolz zeigt er sein Video der knapp vierminütigen Coverversion »Knocking on Heavens door«. »Es ist sehr anstrengend. Viele Proben stehen auf dem Plan«, sagt Mahler und ist stolz, einer von 1000 europaweit ausgewählten Musikern und 270 Sängern zu sein. Das Besondere für ihn ist, dass er Menschen trifft, die alle eine Leidenschaft haben und diese in einer Riesenparty mit kultureller Erfahrung gipfelt.

Er übt zu Hause am Computer und nutzt Tutorials des Anbieters für die einzelnen Instrumentengruppen. Die Textteile, die er mit zwei weiteren Sängern in ein Mikrofon singen muss, sind schwarz hinterlegt. Mahler singt bei allen 18 Titeln auf der Setliste mit. Es sind Songs wie »Smoke on the Water« von Deep Purple, »Highway to hell« von AC/DC oder »Learn to fly« von den Foo Fighters. Es gibt auch Titel von Nirvana, White Stripes, den Rolling Stones oder The Who. Vier Wochen braucht Mahler, um die Texte zu lernen, die er während des Konzertes auswendig singen muss.

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