14. Oktober 2019, 20:26 Uhr

Erziehung zu Fairness und Respekt

14. Oktober 2019, 20:26 Uhr
Für langjährige aktive Mitgliedschaft geehrt werden Matthias Schultheis (rechtes Bild, links), Karla und Werner Feudtner. (Foto: geo)

Die Sportgemeinschaft (SG) Bauernheim hat am Samstag ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Festkommers gefeiert. 60 Gäste aus Politik, Sportverbänden und Vereinen nahmen teil. Höhepunkt waren Ehrungen durch den Sportkreis Wetterau, die dessen Vorsitzender Jörg K. Wulf vornahm.

Da Vereinsmitglied, Ortsvorsteher und Schirmherr Ulrich Hausner ein »wasserdichtes Alibi« hatte (er genoss seinen Urlaub in Irland), verlas SG-Vorsitzender Hans-Jürgen Bohn dessen Grußwort. Wie Hausner erklärte, sei die Attraktivität des Vereins das Ergebnis unermüdlicher Arbeit vieler ehrenamtlicher Kräfte. Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und ökonomischen Wandels reiche es heute nicht mehr aus, sich mit anderen Vereinen sportlich zu messen. »Solidarität und gegenseitige Unterstützung sind sehr wichtige Bestandteile in der Vereinsführung«, schrieb Hausner.

Der Verein biete zahlreiche Trainings- und Spieleinheiten im Gemeinschaftshaus und in Turnhallen. Die SG kooperiere mit der Technischen Hochschule und unterstütze die Dieffenbachschule mit einer Tischtennis-AG. Ein zweites Standbein sei die Gymnastikabteilung.

Als Vorsitzender eines Vereins mit vielen Jugendlichen und Spielern aus unterschiedlichen Kulturen und Nationen ergänzte Bohn das Grußwort um die Feststellung, dass die SG ihre Kinder und Jugendlichen zu Fairness und Respekt erziehe. »Wir achten unsere Gegner, egal welcher Hautfarbe, Abstammung, Nation oder Glaubensrichtung«, sagte Bohn.

Wie Bürgermeister Dirk Antkowiak betonte, fördere die Stadt die SG seit 1972 finanziell. Werner Feudtner, einer der Gründer der SG, berichtete im ersten Teil der Festrede darüber, wie alles begann. Er erwähnte die Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft Schäfer, an der am 17. Dezember 1969 80 Personen teilgenommen hatten. Feudtner wurde Vorsitzender, sein Stellvertreter hieß Dieter Müller. »Als die Schule 1970 aufgelöst wurde, nutzten wir den ehemaligen Klassenraum als Trainings- und Spielmöglichkeit«, sagte Feudtner. In der Spielrunde 1975/76 gab es fünf Tischtennis-Mannschaften. Andreas »Fritzi« Engelhaupt spielte sogar mit der Länderauswahl in Bulgarien.

Einst 176 Mitglieder

Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender machte deutlich, dass Deutschland eine Hochburg des Tischtennis sei. Doch während sich immer mehr Vereine auflösten, spielten Millionen Deutsche in Parks auf Betonplatten. »Die SG ist ein Eckpfeiler und Garant für Integration und Gemeinschaftssinn, geprägt von einem hohen Maß an Idealismus«, lobte der stellvertretende Ortsvorsteher Alexander Hausmann.

Im zweiten Teil der Festrede sprach Vorsitzender Bohn zum Thema »Die SG Bauernheim heute«. Seine Blütezeit habe der Verein 2003 erreicht, als er 176 Mitglieder hatte. In der aktuellen Saison seien neun Mannschaften am Start. Bohn stellte drei Ereignisse besonders heraus. 2013 seien fünf sehr gute Spieler nach Dorheim gewechselt. 2015 habe das Gemeinschaftshaus als Notunterkunft für Flüchtlinge dienen müssen. Zudem habe der damalige Abteilungsleiter Ulrich Schultheis seine Arbeit aus gesundheitlichen Gründen abgeben müssen, 100 Einzelaufgaben seien verteilt worden.

Ehrenurkunde und Nadel des Landessportbundes für langjährige ehrenamtliche Mitarbeit erhielten Werner Feudtner, der den Verein 30 Jahre lang geführt hat, Karla Feudtner für die 30-jährige Leitung der Frauenturnabteilung sowie Matthias Schultheis für 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Jugendwart.

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