Der Titel war Programm für die jüngste Vorstellung der YMC-Kreativen der Theatergruppe Assenheim, die am Wochenende mit dem Musical »Der Zauberer von Oz« auf der Bürgerhausbühne standen. Rund 60 Akteure - unter ihnen über vierzig Kinder zwischen acht und sechzehn Jahren und ein Hund - boten dem begeisterten Publikum die zauberhafte Inszenierung der Geschichte um die kleine Waise Dorothy (Joolz Mlakar), die das Land Oz von den drei bitterbösen Hexen (Zoe Magel, Kiara Schulzek, Lavinia Leipzig) befreien soll. Auch die dumme Vogelscheuche, der herzlose Blechmann und der überaus ängstliche Löwe schließen sich dem Mädchen an, damit ihr Schicksal eine Wende erfahren möge. Dank ihrer roten Zauberschuhe findet Dorothy über viele Gefahren hinweg den gelben Steinweg, um in das Smaragdschloss des Zauberers von Oz zu gelangen, wo die spannende Geschichte schließlich ein gutes Ende nimmt.

Unter der Regie von Norbert Deforth, Daniela Mlakar und Frauke Otting entstand ein buntes, kurzweiliges und humorvolles Gesamtwerk, das von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen genossen wurde. »In Amerika ist dieses Märchen so bekannt wie hierzulande das Rotkäppchen«, ließ Deforth wissen.

Der Hund und die Leckerlis

Die erst zwölfjährige Joolz verfügt schon über mehrjährige Bühnenerfahrung nicht nur bei der TGAss, und meisterte ihre Hauptrolle mit Anmut und spielerischer Leichtigkeit. Mühelos gelang es ihr, den wuscheligen Havaneser Hund »Nando«, der die Rolle ihres treuen Gefährten Toto übernahm, in das dramatische Geschehen auf der Gale-Farm einzubinden. Ein heraufziehendes Unwetter lässt Böses ahnen. »Sie musste erst einmal ›hündisch‹ lernen, nahm dies aber mit großem Spaß und Einfühlungsvermögen in Angriff«, war zu erfahren. Ein paar Leckerli in der Schürzentasche waren treffliche Hilfsmittel, um den liebenswerten Hund von Ensemble-Mitglied Ulrich Bedacht bei Laune zu halten. Nach der Pause - inzwischen im Zauberland Oz angekommen - bekommt der Hund menschliche Züge und wird aufs Vortrefflichste von der 14-jährigen Cara Heller verkörpert. Der Tornado trägt Dorothy von der beschaulichen Farm von Onkel Henry und Tante Emmy aus Kansas in die farbenfrohe Welt von Oz, wo Tiere (auch Toto) sprechen können, Hexen und Feen leben und ein munteres, lustiges Zwergenvolk den Tag genießt - wenn nicht gerade die bösen Hexen die Lebensfreude stören. So bunt wie das wieder einmal mit viel Fantasie und in liebevoller Feinarbeit entstandene Bühnenbild ist die Welt im Zauberland, in dem sich Dorothy und ihre Begleiter wiederfinden.

Witzig und spritzig und um keine Überraschung verlegen präsentierte sich eine Schaulspieltruppe, die sich von Jahr zu Jahr steigert, aber nicht vergisst, dem Bühnennachwuchs eine Chance zu geben. Der Regie war es wieder einmal gelungen, den überwiegend jungen Akteuren die Rollen förmlich auf den Leib zu schneidern, wodurch ein ungezwungen fröhliches Gesamtwerk entstand und die dramatischen Szenen trefflich herausgearbeitet wurden.

Weitere Vorstellungen des Stücks »Zauberer von Oz« gibt es am Samstag, 22., und Sonntag, 23. Juni, jeweils um 15 Uhr im Bürgerhaus Assenheim.

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