04. März 2019, 18:11 Uhr

Fastnachtszug

Faschingsumzug: Tolle Motive aus der Blitzerhauptstadt Ober-Mörlen

Im letzten Moment kam sogar die Sonne raus: Pünktlich um 14.11 Uhr setzte sich am Sonntag in Ober-Mörlen der mit 120 Nummern längste Fastnachtszug der Wetterau in Bewegung.
04. März 2019, 18:11 Uhr
Beim längsten Faschingsumzug der Wetterau ist die Stimmung wieder prächtig. (Foto: Nici Merz)

Begleitet wurde der närrische Lindwurm von den guten Wünschen des Prinzenpaares der gastgebenden Ersten Ober-Mörler Karnevalsgesellschaft »Mörlau«, Prinz Björn I. und Prinzessin Vanessa I. Diese hatten in Anwesenheit von Landrat Jan Weckler und zahlreichen weiteren Ehrengäste zuvor aus der Hand Bürgermeisterin Kristina Paulenz den Rathausschlüssel in Empfang genommen. Und so setzte sich der prächtige Zug unter dem Jubiläums-Motto »70 Jahr jung« in Bewegung: 31 Vereine aus 26 Gemeinden, 33 Komitees, 32 Garden von den Minis bis zu den großen Funken, elf Musikzüge und zahlreiche Fußgruppen versetzten die Zuschauer über eine Stunde lang in Staunen. Als Moderatoren agierten Alexander Trier, Burkhard Wahl, Marlena Fritzel und Johannes Möbs.

 
Fotostrecke: Mörlau Helau

Zu den ersten Zugnummern gehörte der über 40 Jahre alte KG-Motivwagen mit der »Eule der närrischen Weisheit«, gefolgt von einem prächtigen »Bad Nauheimer Sprudelhof« (Hiesbacher Karnevalisten) und einem »Dschungel auf Rädern« der IGBK Brandoberndorf.

 

CO2-neutrale Fassenacht

Die Wisselheimer Wagenbauer vom VWC waren auf einer urigen Steampunk-Dampflok angereist, die Wetterpiraten Ober-Hörgen fuhren ebenso wie die KG Narrenzunft Nieder-Weisel auf großartig aufgetakelten Schiffen vorüber. Auf dem Wagen des Gesangvereins Frohsinn Ockstadt arbeitete man unter dem Motto »CO2-neutrale Fassenacht wird mit Äppelwoi gemacht« radfahrend gegen den Klimawandel, während der NCV Nieder-Wöllstadt ebenso wie viele andere Vereine seinen Elferratswagen ins Spiel brachte.

Zahlreiche Wiedersehen waren zu feiern – so war der Musikverein Dorn-Assenheim seit 1959 über 60-mal Teil des Ober-Mörler Fastnachtszuges – dazu aber auch Premieren: Der Hungener Carnevalverein feierte zum ersten Mal in der Mörlau mit, ebenso der Harley Davidson & Customer Car Club Wetterau aus Ober-Mörlen. Ein Wiedersehen gab es mit dem VFCG Friedberg, die Hasenspringer aus Rosbach durften ebenso wenig fehlen wie das Blasorchester der TSG Steinbach und die tanzgeprägte Abordnung der AKG Verein Humor aus Assenheim.

Die SKG Okarben machte mit einer kunterbunten Mini-Gruppe auf sich aufmerksam. Unter den heimischen Vereinen nahm sich die TSG Ober-Mörlen in schmucken Radarfallen-Kostümen des Mottos »Blitzerhauptstadt Ober-Mörlen an«, der SV Ober-Mörlen glänzte bewusst themenlos in reinem Weiß, wogegen die Zeitgeister Ober-Mörlen diesmal als farbenprächtige, absolut sehenswerte »Zugvögel« vor den Linsen ungezählter Kameras tanzten.

 

MCC und KG bilden prunkvollen Abschluss

Begleitet vom professionell aufspielenden Muskcorps Großen-Linden, dem Rodenbacher Blasorchester, dem Musikverein Dorn-Assenheim, dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Blofeld, der graziösen Showgarde Glauberg, dem Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Mörlen, dem Musikzug Blasmusik Oppershofen und dem Musikcorps Dorheim absolvierten schließlich der heimische MCC und die KG Mörlau den festlichen Vorbeimarsch.

Der Zugteil des MCC mit acht prunkvollen Motivwagen und vielen Tanzgruppen wurde gekrönt vom neuen Elferratswagen, inklusive übergroßem Bembel samt Gerippten. Mit elf Motivwagen, zahlreichen Fußgruppen sowie den Repräsentanten der KG Mörlau bildete der Veranstalter den prunkvollen Abschluss des Zuges. Hier ließ man US-Präsident Donald Trump die Weltordnung in Gestalt eines Globus wie ein Frühstücksei zertrümmern und holte mit den spektakulären Wintersteingeistern ein Stück alpenländisches Fastnachtsbrauchtum in den Norden.

Info

Keine größeren Zwischenfälle

Ober-Mörlen (hed). Das Fastnachtswochenende in Mörlau ist nicht nur aus Sicht der Organisatoren reibungslos verlaufen. Auch Polizei, Feuerwehr und DRK haben nichts zu beanstanden – bis auf kleinere Zwischenfälle in Sachen Alkoholkonsum. Während des Zuges am Sonntag hatten neben den Polizisten 38 Rotkreuz-Helfer und 35 Feuerwehrkräfte dafür gesorgt, dass der fröhlichen Feier nichts im Wege stand. Zehn Personen mussten von den Sanitätern versorgt helfen – vornehmlich wegen Schnitt- und Schürfwunden. Ein Narr verpasste den Zug und kam wegen übermäßigem Alkoholgenuss ins Krankenhaus. Am Vortag, beim Ball der Tausend Masken, waren drei Betrunkene in die Klinik gebracht worden. Geleitet wurde der Einsatz von Gemeindebrandinspektor Sascha Schäfer und Thomas Meyer vom DRK.

 

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