10. Mai 2019, 20:18 Uhr

Gefährliche Mücken bekämpfen

10. Mai 2019, 20:18 Uhr
Nur die weiblichen Asiatischen Tigermücken saugen Blut. Sie können dabei viele Krankheiten übertragen. (Foto: James Gathany/CDC/Centers for Disease Control and Prevention/dpa)

Die Asiatische Tigermücke ist nicht nur ein Plagegeist, sondern auch ein gefährlicher Krankheitsüberträger. Bis vor wenigen Jahren war sie bei uns noch völlig unbekannt. Der globale Handels- und Reiseverkehr und die immer milderen Winter begünstigen auch in unseren Breiten die Ansiedlung der Tigermücke. Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch erklärt deshalb, wie man auch im eigenen Garten gegen die Tigermücke kämpfen kann.

Die Tigermücke verdankt ihren Namen dem auffällig schwarz-weiß gestreiften Körper. Die Mücke ist deutlich kleiner als die einheimischen Stechmücken. Üblicherweise ernährt sich die weibliche genauso wie die männliche Tigermücke von Nektar. Blut saugen nur die Weibchen. Sie benötigen es für die Bildung ihrer Eier. Die Tigermücke geht dabei sehr vorsichtig ans Werk und wechselt durchaus mehrfach den »Blutspender«, was sie zu einem effektiven Krankheitsüberträger macht.

Förderung natürlicher Feinde

Dazu kommt, dass Tigermücken nicht nur beim Menschen Blut saugen, sondern auch bei anderen Säugetieren und Vögeln, wodurch Krankheitserreger auch zwischen verschiedenen Arten verteilt werden können. »Die Tigermücke gilt also als potenzielle Überträgerin verschiedener Krankheitserreger wie Dengue-, Gelbfieber-, Chikungunya-, Zika- oder West-Nil-Viren«, sagt Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs.

»Gerade deshalb gilt der Prävention und Bekämpfung der Tigermücke ein besonderes Augenmerk, auch wenn bislang die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung noch unwahrscheinlich ist«, ergänzt Gesundheitsdezernentin Becker-Bösch. »Dennoch sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, um die Tigermücke frühzeitig zu bekämpfen.« Das funktioniere am besten, indem man den Mücken die Möglichkeit zum Brüten nehme, um eine Ansiedlung von vornherein zu verhindern.

Das bedeutet ganz konkret: Nicht benutzte Behälter, in denen sich Regenwasser ansammeln kann, wie zum Beispiel Eimer und Gießkannen, entfernen oder umgedreht lagern. Das Wasser in Planschbecken regelmäßig erneuern und Teiche mit Fischen besetzen. Überhaupt sollten stehende Wasseransammlungen vermieden oder abgedeckt werden.

Wichtig sei auch die Förderung der natürlichen Gegenspieler der Tigermücke, also die in naturbelassenen Gartenteichen lebenden Insekten wie Libellen, Wasserkäfer und Wasserwanzen, die die Stechmückenlarven effektiv reduzieren.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Asiatische Tigermücke
  • Krankheitserreger
  • Krankheitsüberträger
  • Mücken
  • Stephanie Becker-Bösch
  • Wetteraukreis
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.