12. November 2019, 20:16 Uhr

Gefahr für sich und andere

12. November 2019, 20:16 Uhr
Das Fahrzeug auf dem Sattelzug ist nur mangelhaft gesichert. (Foto: pob)

Viel zu schwer und schlecht gesichert - so lässt sich das Kontrollergebnis von drei Fahrzeugkombinationen am Samstagnachmittag zusammenfassen. Eine Streife der Autobahnpolizei Mittelhessen kontrollierte drei Fahrzeuge, die daraufhin zunächst stehen bleiben mussten. Ein Sattelzug mit polnischer Zulassung fiel den Polizisten gegen 12.50 Uhr in Butzbach auf. Bei der Kontrolle auf dem Hof des Polizeizentrums stand neben einem Blick in die Papiere auch der unter die Plane des Sattelzuges an. Dabei kam eine Baumaschine zum Vorschein. Die nötige Ausnahmegenehmigung für den überbreiten Transport lag zwar vor, doch war die Maschine nicht ausreichend gesichert, wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt. Manche Sicherungsgurte hatten ihre besten Tage schon hinter sich und hätten aufgrund von Beschädigungen bereits ausgetauscht sein müssen. Für den 27-jährigen polnischen Fahrer hieß das: Die Ladung neu sichern, bevor es weitergehen konnte. Er musste zudem wegen der Ordnungswidrigkeit eine Sicherheitsleistung zahlen.

Mangelnde Ladungssicherung bemängelten die Polizisten auch bei der nächsten Kontrolle. Gegen 15.45 Uhr zogen sie ein Auto mit Anhänger von der A 5. Auf dem Anhänger befand sich ein Traktor. Da dieser auf dem Anhänger gar nicht zu sichern war, musste der 50-jährige Fahrer aus Daxweiler mit der Sicherung Schwierigkeiten haben. Wenig verständlich allerdings, dass er den Transport trotzdem antrat. Mit der Polizeikontrolle endete seine Fahrt. »Er musste den Traktor auf ein geeignetes Fahrzeug umladen, bevor er ihn weitertransportieren durfte. Ein Bußgeld kommt auch auf diesen Fahrzeugführer zu«, schreibt die Polizei.

Gleich doppelt negativ fiel ein 39-jähriger Weißrusse gegen 16.30 Uhr mit seinem Gespann auf der A 5 auf. Er hatte einen Anhänger an einem Kleintransporter angebracht. Auf diesem Anhänger befand sich ein weiterer Kleintransporter. Das Problem: Mit 37,8 Prozent über dem Erlaubten war der Anhänger deutlich überladen.

Gefahr in Kurven und beim Bremsen

Vonseiten der Polizei heißt es weiter: »Die Ladungssicherung nach dem Motto ›Ich tüddel das da mal rum, und dann wird das schon halten‹ war ebenso keineswegs das, was die Polizisten unter Ladungssicherung verstehen und sehen wollten. Und so blieb nur eine Konsequenz: Der Transport endete mit der Kontrolle. Erst wenn die zulässigen Lasten und die Ladungssicherungsvorschriften eingehalten sind, darf die Fahrt weitergehen. Eine Sicherheitsleistung zur Ahndung der Ordnungswidrigkeit musste der Weißrusse zudem entrichten.«

Die Polizei warnt: Eine nicht oder schlecht gesicherte Ladung könne beispielsweise bei einem starken Bremsmanöver, bei Kurvenfahrten und erst recht bei einem Unfall erhebliche Folgen haben. Nicht nur der Fahrer selbst bringe sich dabei in Gefahr, sondern er setze auch die Gesundheit und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel. Für die Polizisten gelte daher bei den Kontrollen: null Toleranz. Wer mit seinem Transport eine Gefahr für sich oder andere darstelle, dürfe seine Fahrt nicht fortsetzen.

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