24. Juni 2019, 19:22 Uhr

Gefeiert wird nicht nur »uff de Gass«

24. Juni 2019, 19:22 Uhr
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Von Stephan Lutz
Tänzerisches Aushängeschild der »Sachsenhäuser« sind die »Stammis«, die beim Kommersabend als Kapitäne brillieren. »Reload« sorgen am Samstag für ein volles Zelt. (Fotos: Lutz)

Was 1964 mit einem Rundgang närrischer Weiber in ihren Kostümen begann, ist am Wochenende mit einem Fest zum 55-Jährigen begangen worden: Der Stammheimer Carneval Club »SCC Sachsenhausen« feierte drei Tage im Zelt auf dem Festplatz. »Wir bringen den Karneval im Sommer zurück nach Stammheim«, hatte Moderator Carl Rychly die Devise des Kommersabends am Freitag vorgegeben, der Gratulationen, die Ehrung der Gründer, den Rückblick in die Geschichte und so manchen karnevalistischen Tanzauftritt vereinte.

Bürgermeister und Dauergast bei allen Florstädter Karnevalsaktivitäten, Herbert Unger, dankte den Verantwortlichen für 20 Jahre kollegiale Zusammenarbeit, den Gründern und Aktiven für viele unvergessliche Stunden und forderte dazu auf, sich von Wiesbadener Bürokraten nicht das Fest verderben zu lassen (s. Bericht rechts). Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch stellte fest: »Stammheim feiert gerne und ausgiebig« und wünschte dem SCC, dass es ihm stets gelingen möge, die Jugend zu aktivieren, damit man auch die nächsten 55 Jahre »Karneval und Spaß uff de Gass« feiern könne. Stadtverordnetenvorsteherin Ute Schneeberger sprach von einer »tollen Truppe«, und Sven Haase, Bezirksvorsitzender der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval (IGMK) lobte seinen jüngsten Mitgliedsverein (Beitritt im Herbst). Er überreichte der Vorsitzenden Gudrun Stamm den IGMK-Jahresorden und stellvertretend für die engagierte Jugendabteilung den Jugendorden an Domenic Luft. Er fungierte sechs Kampagnen als Kinderprinz und verstärkt die eigene Tanzformation »Stammis«. Geehrt wurden auch die letzten beiden lebenden Vereinsgründer Edith Seipel und Helmut »Kutscher« Reichhold.

Befreundete Vereine aus Nieder-Mockstadt, Nieder-Florstadt, Eichen, Windecken, Kaichen und Erbstadt wünschten »immer eine Handbreit Humor unterm Kiel des Narrenschiffs«. Der Umzug in Stammheim sei der krönende Abschluss jeder Kampagne. Komplimente gab’s für die Wagenbauer und die Schneiderinnen.

Mit Erinnerungsorden bedacht wurden alle Kinderprinzenpaare seit 1968. Im Programm sorgten die »Aascher Schnooke«, die Mockstädter »Zwiebelchen« und der SCC mit seinen »Stammis« und der Damentruppe »Amarulas« für Furore, ehe 13 Ortsvereine gratulierten und ihre Verbundenheit aussprachen. Sonderapplaus erhielten Heidi Bauer-Klar und Dr. Klaus-Peter Ruf (Akkordeon) für das selbst gedichtete »Stammheim-Lied« auf die Melodie von »Eine neue Liebe«, nachdem Gudrun Stamm und Margit Kwiatkowski die Chronik vorgetragen hatten. Im Anschluss lud DJ Stefan zur Schlagerparty. Bevor sich am Sonntag der Festzug durch Stammheim schlängelte, sorgte »Reload« am Samstag für ein volles Zelt und beste Stimmung beim eher jüngeren Partyvolk.



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