16. August 2019, 20:11 Uhr

Gegen eine Friedhofbebauung

16. August 2019, 20:11 Uhr

Die Sommertour der FW/UWG ist kürzlich in Nieder-Mörlen zu Ende gegangen. Letzte Station war die Kulturscheune »Grüner Baum« von Bernd Witzel. Viele Bürger waren gekommen, um sich mit der Fraktion der FW/UWG über aktuelle Anliegen auszutauschen. Auch Bürgermeister Klaus Kreß stand Rede und Antwort.

Eines der Themen war die Friedhofsbebauung in Nieder-Mörlen. Die große Mehrheit der Anwesenden habe sich gegen eine entsprechende Bebauung ausgesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler. Der Vorschlag, dort einen Friedhofspark anzulegen, sei bei der Mehrheit der Bevölkerung auf große Zustimmung gestoßen. »Bei diesem Projekt besteht die Möglichkeit, neben den Begräbnisstätten auch einen Ort der Erholung und Besinnung zu schaffen«, schreibt die FW/UWG. Ortsvorsteher Mathias Lüder-Weckler hob den Wunsch der Anwohner hervor, keine Bebauung an der Friedhofserweiterungsfläche zuzulassen sondern andere Liegenschaften - auch in anderen Stadtteilen - zu suchen, um dort Familien anzusiedeln und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Integration von Neubürgern

Hinsichtlich des bezahlbaren Wohnraums könne sich der Bürger nicht alleine auf die Politik verlassen, heißt es weiter in der Pressemitteilung. »Investoren, die diese Form der Vermietung anbieten, sind selten und wurden in der Vergangenheit leider auch mit unrealistischen Forderungen aus dem Stadtparlament verprellt.« Moderiert wurde die Diskussion an diesem Abend vom Fraktionsvorsitzenden Markus Theis und von Markus Philipp, der Argumente und Informationen zu den Themen Integration von Neubürgern in den Stadtteilen und Willkommenskultur der »Alteingesessenen« lieferte. So sollte sichergestellt sein, dass die vorhandene Infrastruktur im Sinne der Vereins- und Freizeitlandschaft auch den neuen Mitbewohnern vorgestellt werde und von diesen genutzt werden könne. Wünschenswert wären hier auch die aktive Einbindung ins Vereinsleben und die Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten.

Das Thema Sprudelhof und die Entwicklung des Jugendstilvereins wurden ebenfalls diskutiert. Es sei deutlich geworden, dass den Menschen »dieses einzigartige Jugendstiljuwel sehr am Herzen liegt«, schreiben die Freien Wähler. Die Fraktion der FW/UWG plant auch für das nächste Jahr einen Dialog mit den Bürgern in Form einer Sommertour.

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