27. Juni 2019, 22:31 Uhr

Gelder für Weed freigegeben

27. Juni 2019, 22:31 Uhr
Die Weed am Ortsausgang von Blofeld soll umgestaltet werden. (Foto: sax)

Einstimmig haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Mittwochabend beschlossen, Gelder, die im Haushalt für die Sanierung des Bürgerhauses Reichelsheim vorgesehen waren, für die Umgestaltung der Weed im Rahmen der Dorferneuerung Blofeld zu verwenden. Damit wird die Realisierung des Projekts trotz inzwischen höherer Kosten ermöglicht.

Bürgermeister Bertin Bischofsberger betonte, dass diese Kostensteigerungen ganz wesentlich auch eine Folge der späteren Vergabe der Aufträge seien. Bis zu fünf Prozent würden Bauleistungen derzeit innerhalb eines halben Jahres teurer. Insgesamt sei gegenüber der Rechnung vom 4. September 2018 mit um 127 200 Euro höheren Baukosten für das Projekt zu rechnen.

Teurer trotz reduzierter Planung

Bischofsberger wies darauf hin, dass die Baukosten sich verteuert hätten, obwohl die Planung nochmals überarbeitet und auf das absolut Notwendige reduziert worden sei. Dabei sei die Stegkonstruktion verkleinert, ursprünglich geplante Stützmauern durch eine Böschung ersetzt sowie auf Bänke und eine Wasserfontäne zunächst verzichtet worden. Die beiden letzteren Punkte könnten auch später noch realisiert werden.

Im Gegensatz zu diesen Einsparungen seien jedoch zusätzliche Kosten hinzugekommen. So habe eine Kamerabefahrung gezeigt, dass die Entwässerungsleitung des Feuerwehrhauses komplett erneuert werden müsse. Auch für die Mauerausbesserungen müsse zusätzliches Basaltmaterial beschafft werden. Höhere Kosten entstünden vor allem durch die Bearbeitung des Geländes und die Entsorgung des Teichschlamms, die Ergänzung der Natursteinmauer, das Geländer, die Abwasseranlagen, die Uferbefestigung sowie Abbruch und Entsorgung.

»Ich empfehle, nicht mehr die Diskussion aufzumachen, ist das nun sinnvoll oder nicht«, riet Bischofsberger. Die Arbeitsgruppe habe die Planung mit einem enormen Aufwand überarbeitet. Blofeld verdiene, dass das Projekt jetzt umgesetzt werde. Für eine Ausschreibung der Leistungen müsse jedoch die Finanzierung gesichert sein.

Carsten Eckhold (Fraktion der Freien Wähler) wollte wissen, wie hoch die Kosten der zunächst eingesparten Maßnahmen seien, die später umgesetzt werden sollten. Bischofsberger sagte, die Kosten etwa für die Bänke oder die Fontäne ließen sich nicht genau beziffern. »Das kann nicht die Welt sein.«

Stadtverordnetenvorsteherin Lena Herget wies darauf hin, dass die Bänke auch in Eigenleistung durch Bürger gebaut werden könnten, wenn die Stadt Material oder Werkzeug stelle. »Wir sind froh, wenn die Weed saniert wird, und auf den Schnickschnack verzichten wir.«

Bischofsberger ergänzte, dass auch bei anderen Projekten wie dem Dorfplatz Heuchelheim, wo die Spielgeräte erst 2020 angeschafft würden oder früher dem Rathausneubau ähnlich verfahren worden sei. Hier habe die Stadtverordnetenversammlung die Kosten auf zwei Millionen beschränkt, weshalb Ausgaben, »die eigentlich notwendig gewesen wären«, zunächst weggelassen worden seien. »Das sind kleinere Maßnahmen, die ein Haushalt problemlos verkraftet.«

Lob für engagierte Bürger

Hans-Günter Scholz (FW) betonte, seine Fraktion sei nicht gegen das Projekt. Aber es sei wichtig zu wissen, welche Kosten noch nachkämen. Er erklärte, dass es schön sei, bei der heutigen Sitzung in Heuchelheim zu sehen, welchen Mehrwert das im Zuge der Dorferneuerung konzipierte erweiterte Bürgerhaus habe. Er dankte den Bürgern, die nicht nachgegeben und gezeigt hätten, dass man den Ort beleben könne. »Das brauchen wir eigentlich in allen Orten.«

Dr. Erich Sehrt (CDU) lobte das Konzept der Umgestaltung der Weed. Seine Fraktion hoffe, dass es so umgesetzt werde. »Wenn dann nachher noch ein Paar Fransen kommen, davon geht die Welt auch nicht unter«, sagte er über spätere Zusatzkosten.

Dieter Falzmann (SPD) äußerte seinen Respekt vor der Arbeitsgruppe Dorferneuerung. »Ich weiß nicht, ob ich das durchgehalten hätte, bei den Rückschlägen.« Er sicherte die Unterstützung der SPD für spätere Investitionen zu. Herget bedankte sich abschließend nicht nur als Stadtverordnetenvorsteherin, sondern auch als Blofelderin für den einstimmigen Beschluss der Stadtverordneten, der es möglich mache, die Umgestaltung der Weed umzusetzen.

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