13. Oktober 2019, 19:17 Uhr

Grüne fordern: E-Autos für alle

13. Oktober 2019, 19:17 Uhr
Friedberg fährt voran, hieß es im Januar 2018, als (v. l.): Dr. Kolja Rebstock (Mitsubishi Motors), Bürgermeister Dirk Antkowiak, Klaus Detlef Ihl (Stadtwerke) und Lena Herget (Verwaltung) die Elektroladestation einweihte. Den Grünen reicht das nicht. (Archivfoto: cor)

Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus? Gibt es dann immer noch verstopfte Autobahnen und Innenstädte? Oder setzen sich intelligente Lösungen durch, mit denen die Umwelt weniger bis gar nicht belastet wird? Diese und ähnliche Fragen werden nicht nur auf Landes- oder Bundesebene diskutiert. Auch und gerade vor Ort in den Städten und Gemeinden müssen Lösungen gefunden werden.

Die Grünen-Fraktion in der Friedberger Stadtverordnetenversammlung macht nun einen neuen Vorschlag: Die Elektrodienstfahrzeuge der Stadt sollen in Form eines Carsharing-Modells den Bürgern abends und an den Wochenenden zur Verfügung gestellt werden. Der Magistrat soll prüfen, ob dies möglich ist, heißt es in dem vom Fraktionsmitglied Dr.-Ing. Nicholas Hollmann und dem Fraktionsvorsitzenden Florian Uebelacker unterzeichneten Antrag.

Die Dienstfahrzeuge der Stadt würden in der Regel nur wochentags zwischen 8 und 17 Uhr von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt. Nach 17 Uhr und am Wochenende stehen sie im Allgemeinen ungenutzt herum. In diesen Zeiten kann die Stadt ihren Bürgern durch die Vermietung der Fahrzeuge ein kostengünstiges Mobilitätsangebot machen«, schreibt Hollmann.

»Angesichts der aktuellen Klimadebatte wäre das ein sichtbares Zeichen dafür, dass Friedberg sich aktiv für mehr Klimaschutz einsetzt«, heißt es im Antrag weiter. »Denn Elektrofahrzeuge sind schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch klimafreundlicher wird ein Fahrzeug, wenn es geteilt und somit besser ausgelastet wird.« Darüber hinaus wäre ein solches Angebot auch für diejenigen gut, die sich kein eigenes Auto leisten könnten. Und für jene, die auf ein eigenes Autos verzichten wollen.

Umstellung des Fuhrparks

Das Carsharing-Modell, schreibt Hollmann weiter, käme somit der Allgemeinheit zugute. »Denn jedes Fahrzeug, dass nicht im Straßenraum von Friedberg herumsteht, schafft Platz für jene, die nicht auf das Auto verzichten können oder wollen.« Den Ausbau der E-Mobilität hatte Bürgermeister Dirk Antkowiak bereits an seinem zweiten Arbeitstag im Januar 2018 als eines seiner Ziele als Bürgermeister ausgegeben. Gemeinsam mit Vertretern der Stadtwerke, der Ovag und von Mitsubishi Motors eröffnete Antkowiak seinerzeit zwei Ladesäulen mit jeweils vier Steckplätzen auf dem Rathausparkplatz. Gesponsert wird die Station von den Stadtwerken Friedberg. Der städtische Fuhrpark, hieß es damals, solle sukzessiv und wenn möglich auf Hybrid oder 100 Prozent-Elektro-Antrieb umgestellt werden.

Was der Bürgermeister und die übrigen Fraktionen zu dem Vorschlag der Grünen sagen, wird sich am kommenden Donnerstag, 17. Oktober, zeigen. Dann tritt die Stadtverordnetenversammlung im Plenarsaal des Friedberger Kreishauses zusammen (Beginn der Sitzung: 18.15 Uhr).

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