20. Mai 2019, 20:57 Uhr

Günstig wohnen auf drei Etagen

20. Mai 2019, 20:57 Uhr
Beim ersten Spatenstich schreiten (v. l.). Jörg Langstrof (Volksbank Mittelhessen), Dietgar Wegener, Gerhard Dyroff, Kerstin Götz, Klaus Kreß und Steffen Jüngel (H+R Bau) zur Tat. (Fotos: lod)

Das bisher letzte Bauprojekt der Kleinsiedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft Bad Nauheim (KSWG) liegt 48 Jahre zurück. Nun baut die Genossenschaft wieder - um zeitgemäßen und bezahlbaren Wohnraum zu einem Quadratmeterpreis von 8,50 Euro zu schaffen. Am Freitag fand im Neubaugebiet Bad Nauheim Süd der erste Spatenstich für einen dreigeschossigen Neubau statt. Darin sollen jeweils drei Drei- und Vierzimmerwohnungen mit einer Größe von 80 bis 90 Quadratmetern entstehen. Laut Planung sollen die Wohnungen im Juli 2020 bezugsfertig sein. Zum Spatenstich begrüßten die KSWG-Vorstände Gerhard Dyroff und Dietgar Wegener zusammen mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Kerstin Götz zahlreiche Gäste.

Mit Aufzug und Ladesäule

»Wir haben die richtigen Partner«, sagte Dyroff und wandte sich direkt an Bürgermeister Klaus Kreß. »Dass der Mietpreis so niedrig gehalten werden kann, ist auch der Stadt zu verdanken« erläuterte Dyroff. Die Stadt hat das Grundstück ebenso unter Marktpreis abgegeben wie das benachbarte Grundstück an die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), die dort zwei Gebäude errichten wird. Ein weiterer Grund dafür, dass der Mietpreis auf relativ niedrigem Niveau gehalten werden konnte, ist für Dyroff auch das Angebot des Bauunternehmens H & R Bau, das die Vorgaben der Genossenschaft umsetzen soll. Dazu zählen moderner, gesunder und zeitgemäßer Wohnraum mit Aufzug, Kellern, Nebenräumen, Fotovoltaikanlage, Ladesäule für E-Mobilität, Stellplätzen und Garagen. »Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt umgesetzt werden konnte«, sagte Kreß. »Zusammen mit den beiden Häusern der Wobau wird so ein wenig für bezahlbaren Wohnraum getan. Und das ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung in unserer Stadt.« Gegenüber der WZ erläuterten Dyroff und Wegener die Vergabepraxis der Genossenschaft. So laufe die Wohnungsvergabe nach den in der KSWG bisher praktizierten Richtlinien, die zwischen Aufsichtsrat und geschäftsführendem Vorstand abgesprochen seien. »Eine Überlassung von genossenschaftseigenen Wohnungen ist nur an Mitglieder der Genossenschaft möglich. Der Zugang zu unserer Genossenschaften ist grundsätzlich allen Bürgern möglich,« sagte Dyroff. Letztendlich entscheidet der Vorstand nach persönlichen Gesprächen mit den Wohnungsbewerbern, wer ein Wohnungsangebot oder eine Besichtigungsmöglichkeit erhält. Aktuell verfügt die Genossenschaft, die Mitglied im Verband der südwestdeutschen Wohnungswirtschaft ist, über das Stadtgebiet verteilt über gut 150 Wohnungen.

Dyroff: »Bei dieser Entscheidung werden die Eignung der Wohnung für die Bewerber, die gesicherte Finanzierbarkeit der Miete und verschiedene soziale Aspekte, wie Dringlichkeit oder die Chancen auf dem Wohnungsmarkt im Vordergrund stehen.« Wegener ergänzte: »Wir legen Wert darauf, dass die Mieter zusammenpassen.«

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