08. Mai 2019, 19:27 Uhr

Hereinspaziert in die Oasen der Kurstadt

08. Mai 2019, 19:27 Uhr
Stefanie Knitterscheidt und Rudi Nein besprechen in Knitterscheidts Garten letzte Vorbereitungen für das Offene Gartentor am Wochenende. (Foto: cor)

Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Liebe und Arbeit Garteninhaber in ihre heimischen grünen Oasen investieren. Jahr für Jahr wird dies beim »Offenen Gartentor« in der Kurstadt sichtbar. Auch in diesem Jahr öffnen Gartenbesitzer wieder ihre Pforten. 14 Gärten können an zwei Wochenenden, am 11. und 12 Mai sowie am 15. und 16. Juni besichtigt werden. Gleich neun von ihnen öffnen schon an diesem Wochenende. Gesprächsthemen wird es sicherlich viele geben unter den Gartenliebhabern.

Erneut hat es Rudi Nein, Umweltbeauftragter der Stadt Bad Nauheim, in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Grünflächen die Veranstaltung organisiert. Und wenn Rudi Nein um Mitwirkende für das »Offene Gartentor« wirbt, kann ihm bekanntlich niemand seine Wünsche abschlagen. Überreden musste er die Gartenbesitzer nicht. »Ich habe mich selbst bei ihm gemeldet«, sagt Stefanie Knitterscheidt, die zum ersten Mal bei der Veranstaltung mitmacht. Viele Kurparkbesucher kennen den Blick hoch in den Garten Knitterscheidt. Nun möchte die Familie Interessierten die Möglichkeit bieten, auch mal in den Garten zu schauen, der von oben einen wundervollen Ausblick auf den Kurpark bietet. Teichhaus-Schlösschen und Grundstück am Nördlichen Park 17 gehören der Familie bereits seit 16 Jahren, 2015 zogen die Knitterscheidts schließlich von Friedberg nach Bad Nauheim.

Seitdem gestaltet Stefanie Knitterscheidt den großen Garten in Eigenregie. Immer wieder setzt sie hier neue kreative Ideen um. Auch der Eingangsbereich wurde erneuert, die geschützte Terrasse kann im Sommer und im Winter genutzt werden. Betritt man den geschlossenen Garten, einen »Park im Park«, durch die Pforte, blickt man auf einen großen Ahorn-Baum. »Das Herz des Gartens«, wie Knitterscheidt es formuliert. Für eine ihrer Ideen holte sie sich Unterstützung von Marco Seidl (Japanträume). »Die hat er künstlerisch perfekt umgesetzt.« Man kann im Garten vieles entdecken. Ein Augenmerk liegt auch auf der Naturbelassenheit.

Paradies für Hühner und Hunde

»Der war im März noch nicht da«, sagt Rudi Nein und deutet auf den kleinen Teich mit Bachlauf gleich hinter dem Gartentor. »Ausgebuddelt« hat ihn die Gartenliebhaberin, »Am Teich kann sich auch der Holunder nun richtig entfalten.« Ganz egal, in welche Richtung des Gartens der Blick auch fällt, entstanden ist hier eine Wohlfühl-Oase. Ruhezonen, Gartenlounge, interessante Blickachsen und ein heimischer Kräutergarten, dazu viele liebevolle Details machen den Garten zu einem Erlebnis. Ein kleines Paradies, in dem sich auch die Sussex-Hühner Elisabeth, Lady Agnes und Margaret und die Familienhunde sichtlich wohlfühlen. »Mein Wohnzimmer im Sommer«, schwärmt Stefanie Knitterscheidt. Das Mähen des 1800 Quadratmeter großen Gartens übernehme aber der Schwager. Zum Areal gehört auch der große offene Garten mit Kräuterrondellen.

Die teilnehmenden Gärten bieten zu der Veranstaltung nicht nur besondere Einblicke, sondern auch Gespräche unter Gartenfreunden. Oft ermutigt ein Gartenbesuch auch dazu, selbst kreativ zu werden und eigene Balkon- und Gartenträume zu realisieren. Immer wieder kommen auch Gäste aus anderen Ortschaften. Viele bleibende Kontakte sind so bereits entstanden.

Die Gärten und die Öffnungszeiten

Folgende Gärten können am kommenden Wochenende, 11. und 12. Mai, besichtigt werden: Der Garten Quiskamp am Südhang des Johannisbergs (Zugang vom oberen Höhenweg in die Gartenanlage) am Samstag von 14 bis 19 Uhr, der Garten Knitterscheidt (Nördlicher Park 17, Parkplatz Eisstadion) öffnet Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 19 Uhr. Der Garten Schmidt in der Gartenfeldstraße 24 öffnet an beiden Tagen von 10 bis 19 Uhr. Der Garten Dr. Simon in der Mondorfstraße 3 öffnet am Samstag von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 19 Uhr. Den Garten Kunzfeld kann man an beiden Tagen von 10 bis 19 Uhr in der Margarethenstraße 24 in Nieder-Mörlen bestaunen. In Wisselsheim öffnet der Garten Philippi (Bad Nauheimer Weg 1) am Sonntag von 10 bis 19 Uhr. In Schwalheim öffnet der Garten Reimer in der Wilhelm-Leuschner-Straße 24 am Sonntag von 14 bis 19 Uhr. In Steinfurth öffnen zwei Gärten die Pforten: Der Garten Langsdorf »Sonnenhof« in der Steinfurther Hauptstraße 60 (Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr) und der Garten Löw zu Steinfurth in der Steinfurther Hauptstraße 7-9 (Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 19 Uhr). (cor)

Schlagworte in diesem Artikel

  • Gartenbesitzer
  • Gartenfreunde
  • Gartentore
  • Bad Nauheim
  • Corinna Weigelt
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.