02. November 2019, 13:05 Uhr

Halloween-Party

Hereinspaziert ins gruselige Labyrinth der Familie Reid

Bad Nauheim (cor). Die Bad Nauheimerin Jennifer Reid und ihre Familie haben ihren Vorgarten zu Halloween in einen schaurig-schönen Friedhof verwandelt.
02. November 2019, 13:05 Uhr
Um zur Haustür zu gelangen, müssen die Bad Nauheimer Untoten an einem schaurig-schönen Friedhof vorbei. (Foto: Weigelt)

Nur noch wenige Minuten, dann schlägt es 18 Uhr. Längst in es dunkel in den Straßen, die ersten finsteren Kreaturen wagen sich aus dem Haus der Familie Reid und schleichen um die Ecke. Glockenschläge, dann hämisches Lachen. Das Labyrinth im Vorgarten der Familie Reid ist eröffnet. Wer sich bei den Reids »Süßes oder Saures« erhofft, muss zunächst das gruselige Labyrinth überstehen. Dort warten jede Menge finstere Kreaturen.

Zum dritten Mal haben Jennifer Reid und ihre Familie das Haus für die große Halloween-Nacht hergerichtet. »Früher sind wir mit den Kinder abends losgezogen«, erzählt die junge Mutter. »Da sie nun älter sind, kam die Idee, selbst etwas zu machen und andere zu überraschen.« Dass sich der Besuch lohnt, hat sich herumgesprochen. Schulkameraden der Kinder haben schon angefragt. »Wir haben bewusst erst kurz vorher alles aufgebaut«, erzählt Reid. Schließlich soll alles eine Überraschung werden, auch für die Nachbarn. »Die reagieren immer ganz cool.« Zwei Stunden vor dem Spektakel geht es ans Outfit und ans Schminken.

Dass die Familie Reid Halloween »lebt«, wird schon beim ersten Blick auf das Haus deutlich. Die Tür verbirgt sich hinter dem aufgebauten Labyrinth, der Blick ins Innere offenbart Grabsteine, Totenköpfe, Skelette, Spinnen, allesamt in gruseliges Licht getaucht. »Im ersten Jahr haben wir nur einen Friedhof im Vorgarten aufgebaut«, sagt Reid. Ein Jahr darauf folgte ein Pavillon. Diesmal wurde noch ein Tunnel angebaut. Neu ist auch das Labyrinth. Zwei Möglichkeiten gibt es, zur Haustür zu kommen: einen direkten Weg über den »Friedhof« oder den Weg durchs unheimliche Labyrinth, in dem finstere Gestalten warten, darunter die gefürchtete Samara (»The Ring«) und weitere Kreaturen aus dem Reich der Toten.

Plötzlich sind Schreie zu hören

Kaum wird zum Halloween-Spektakel der Eingang geöffnet, erscheinen die ersten Kinder mit ihren Eltern. Mutig wagen erste Besucher den Weg ins Dunkel. Schon kurz darauf sind Schreie zu hören. Kleinere Kinder wählen lieber den »harmlosen« zweiten Eingang, der extra für sie eingerichtet wurde. Andere zögern noch, treten den Weg dann gemeinsam mit Mama oder Papa an. An der Haustür angekommen, klingeln sie mutig. Jennifer Reid öffnet, in den Händen eine großen Schale voller Leckereien. »Keine Angst, ich bin eine liebe Hexe«, beruhigt sie die Kinder und verteilt Süßigkeiten.

Währenddessen sind wieder laute Schreie aus dem Labyrinth zu hören. Immer mehr Freunde und Nachbarn werden auf das Haus aufmerksam. Für Lacher sorgt Freund Lars, der als prolliger Typ mit Vokuhila genauso schrill daher kommt wie seine »untoten« Freunde. Nach gut drei Stunden ist der Spuk vorbei, Familie und Freunde ziehen sich zurück ins Haus, genießen den Rest des Abends beim Essen in der warmen Stube. »Diesmal war echt die Hölle los«, sagt Jennifer Reid. Das Spektakel hat sich also gelohnt.

Brauch aus den USA

In den Vereinigten Staaten zählt Halloween zu den wichtigsten Festen des Jahres. Die Halloweenbräuche verbreiteten sich im Verlauf der 1990er-Jahre schließlich auch nach Europa. Der wohl bekannteste Brauch besteht darin, dass Kinder von Haus zu Haus ziehen und mit »Süßes oder Saures« (»trick or treat« - »Streich oder Leckerbissen«) die Bewohner auffordern, ihnen Süßigkeiten zu geben, weil sie ihnen sonst Streiche spielen. Verkleidungen sind zu Halloween für viele ein Muss.

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