Auf 1000 Quadratmetern Grundfläche entsteht neben dem Feuerwehrhaus die neue Kindertagesstätte. Am Freitag wurde die Fertigstellung des Rohbaus gefeiert. Im März 2019 sollen hier die ersten Kinder betreut werden.

Bürgermeister Wilfried Mogk sagte, mit der neuen Kita habe die Gemeinde Neuland betreten, weil der Entwurf über einen Architektenwettbewerb ausgewählt wurde. Vom Ergebnis zeigten sich die Gäste des Richtfests beeindruckt: Unmittelbar hinter dem Eingang entsteht zusammen mit dem Flur ein großzügiger Mehrzweckraum, der durch Faltwände unterteilt werden kann. Links von diesem Raum, der den Mittelpunkt des Gebäudes bildet, liegen die vier nach Westen zum Sportplatz ausgerichteten Gruppenräume. Sie werden jeweils in einer eigenen Grundfarbe gestaltet.

Diese Details der Einrichtung sind derzeit jedoch noch nicht zu sehen. Mogk lud Kita-Leiterin Kerstin Bülow ein, künftig an Baubesprechungen teilzunehmen, wenn es auch um die endgültige Ausgestaltung geht. Sie erklärte, in der Kita ein offenes Konzept umsetzen zu wollen, das auch die Ziele des Projekts »BUNTerLeben« zur Förderung von Demokratie altersentsprechend aufgreift. »Hier entsteht ein buntes Haus, in dem Vielfalt und Werte gelebt werden.« Kinder sollten in Entscheidungen eingebunden werden und unabhängig von ihrer Herkunft eine Heimat finden. Daneben solle es auch Raum für die Eltern zur Kommunikation untereinander geben.

Wenn die neue Kita im März eröffnet werde, seien dort noch zwei Gruppenräume frei, erläuterte die künftige Leiterin. Eine U3-Gruppe für Kleinkinder mit Schlafraum, eine Ü3-Gruppe für Drei- bis Sechsjährige sowie zwei altersgemischte Gruppen seien geplant. Außerdem gebe es ein Außengelände, das in zwei Bereiche für die unterschiedlichen Altersgruppen unterteilt werde.

Michael Lube, dessen Büro LSK Architekten den Wettbewerb gewonnen hatte, erklärte, dass es zusätzlich noch die Möglichkeit zur Erweiterung um einen fünften Gruppenraum gebe. Dies sei ebenso wie die zum Bau verwendeten »hochwertigen und langlebigen Materialien« Ausdruck der Nachhaltigkeit der Planung.

Etwas Skepsis klang bei Lube angesichts der Ganztagsbetreuung durch, die in der neuen Kita angeboten werden soll. Ein solcher Neubau müsse auch dieser gesellschaftlichen Anforderung Rechnung tragen und einen Lebensraum für Kinder und Erzieher bieten, die sehr viel Zeit darin verbringen. In diesem Zusammenhang begrüßte er, dass die Gremien der Gemeinde dem Einbau einer Lüftungsanlage zugestimmt haben. Die erhöhte Kohlendioxid-Konzentration in den Räumen beeinträchtige die Konzentrationsfähigkeit; eigentlich müsste jede Stunde einmal für zehn Minuten stoßgelüftet werden. »Das machen die Erzieherinnen nicht gerne, besonders im Winter«, weiß Lube aus Erfahrung. Die Lüftungsanlage verbessere deshalb nicht nur die Arbeits- und Lernbedingungen in der Kindertagesstätte, sie spare auch Energie. Mit rund 130 000 Euro Mehrkosten habe die Anlage allerdings auch einen Anteil daran, dass der Kita-Neubau teurer werde als geplant, erklärte Mogk auf Nachfrage. Ursprünglich seien 3,15 Millionen Euro geplant gewesen. Nun würden es rund 3,5 Millionen.

»Wir haben eigentlich gedacht, dass wir bis Jahresende fertig sind, aber das wird nicht klappen«, sagte Mogk. Die Bauzeit verlängere sich um drei Monate. Trotzdem lobte er die gute Zusammenarbeit auf der Baustelle. »Ich habe den Eindruck, dass die Absprachen untereinander gut laufen.«

Diesen Eindruck bestätigte auch Dennis Knöpp, der für die Bauleitung vor Ort zuständig ist. »Es ist sehr umsichtig, wie hier auf der Baustelle gearbeitet und auch für andere Gewerke mitgedacht wird.« Da habe er auf anderen Baustellen deutlich schlechtere Erfahrungen gemacht.

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