12. Mai 2019, 19:48 Uhr

Hilfe für ehrenamtliche Helfer

12. Mai 2019, 19:48 Uhr

Kaum ein Ehrenamt hält so vielfältige Herausforderungen bereit wie die Arbeit mit Geflüchteten. Mit einem Angebot der kollegialen Beratung im Wetteraukreis stärken und unterstützen sich Engagierte gegenseitig. Die nächste Beratung findet am 14. Mai von 18 bis 19.30 Uhr im Kreishaus in Friedberg statt.

Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe leisten Tag für Tag unterschiedliche Hilfestellungen: Sie unterstützen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, stärken Frauen auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft, assistieren bei der Wohnungssuche oder bringen Familien zusammen. »Es ist immer wieder beeindruckend, welches Know-how sich einige Ehrenamtliche angeeignet haben«, sagt Bettina Volz, »WIR-Fallmanagerin« im Wetteraukreis und Organisatorin der kollegialen Beratung. »Einige können über den Unterschied zwischen Schiiten und Sunniten referieren, andere kennen die Tücken des Asylrechts oder haben nebenbei Dari gelernt.«

Diesen Wissensschatz greift das Angebot »Arbeit mit Geflüchteten - kollegiale Beratung für Ehrenamtliche« im Wetteraukreis auf. Moderiert wird es ehrenamtlich von Prozess- und Organisationsberaterin Elena Best. Bei dem Angebot für Ehrenamtliche sei zielorientiertes Arbeiten zentral, sagt sie. »Mir ist es wichtig, dass die Teilnehmer nicht nur über einen Fall gesprochen haben, sondern nach anderthalb Stunden mit konkreten Lösungsansätzen nach Hause gehen«. Das habe bisher ausgezeichnet funktioniert.

In 50 Minuten zur Lösung

Diese Einschätzung teilt auch Birgit Weddig, Integrationslotsin aus Friedberg: »Wir haben zum Beispiel über einen jungen Geflüchteten gesprochen, der ganz spezifische Schwierigkeiten hatte, in der deutschen Gesellschaft Fuß zu fassen. Wir alle kennen solche Fälle und konnten dem Fallgeber gute Ansatzpunkte geben, wie er in einer schwierigen Situation weiterkommen kann.«

Der Fallgeber - das ist die zentrale Person in der kollegialen Beratung. Nachdem die Situation in fünf Minuten präsentiert wird, können von der Gruppe Rückfragen gestellt werden. Die Gruppe erarbeitet dann in etwa 50 Minuten eine Lösung mit Handlungsmöglichkeiten. Das Verfahren wird auch in Unternehmen angewendet.

»Ehrenamtliche sind täglich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Der Austausch mit anderen, die Ähnliches erfahren haben, ist daher sehr wichtig«, sagt Stephanie Becker-Bösch, erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin des Wetteraukreises. Mit ihrem Erfahrungsschatz und Engagement seien Ehrenamtliche Motor für eine erfolgreiche Integration und eine wichtige Stütze für die Gesellschaft.

Anmeldung für die Beratung bei Bettina Volz unter bettina.volz@wetteraukreis.de oder unter 0 60 31/83 30 32.

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