03. Juli 2019, 19:23 Uhr

Holzagentur Taunus soll Vermarktung übernehmen

03. Juli 2019, 19:23 Uhr

Einstimmig haben die Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung vor den Sommerferien beschlossen, dass künftig die Holzagentur Taunus GmbH das Holz des städtischen Waldes vermarkten soll. Bürgermeister Bertin Bischofsberger nannte als einen wesentlichen Grund, dass diese Holzagentur im Unterschied zu anderen kommunalen Zusammenschlüssen bereits in Betrieb sei.

»Das war die ganze Zeit ein All-inclusive-Paket, dass wir bei der Holzvermarktung hatten«, beschrieb er die bisherige Situation, als HessenForst den Wald nicht nur bewirtschaftete, sondern auch für den Verkauf des Holzes sorgte. Durch die Bündelung des Angebots aus mehreren Kommunen habe HessenForst für die Großabnehmer interessante Mengen anbieten können. »Diese Holzmenge kann keine der Kommunen in dem Umfang liefern«, erläuterte er, dass der Waldbesitz der Städte und Gemeinden in der Region zu klein sei, um eigenständig Holz anzubieten. »Wenn wir da ankämen mit unseren Holzmengen, würden wir wahrscheinlich noch nicht mal eine Tasse Kaffee kriegen oder zu einem Gespräch eingeladen werden«, schilderte er.

Die bisherige Vermarktung über HessenForst sei jedoch aus kartellrechtlichen Gründen nur noch bis zum Jahresende 2018 zulässig gewesen. Jetzt dürften nur noch Altverträge abgewickelt werden. Um das städtische Holz zukünftig verkaufen zu können, sei deshalb der Zusammenschluss zu einem größeren Verbund notwendig. Ziel sei, mindestens 100 Festmeter jährlich anbieten zu können. Dafür müssten sich ungefähr 20 Kommunen zusammen finden, erläuterte Bischofsberger.

Nur für Großmengen zuständig

Der Vorteil, wenn sich Reichelsheim der Holzagentur Taunus GmbH anschließe, sei, dass diese bereits in Betrieb sei, eine Satzung verabschiedet und Mitarbeiter eingestellt habe. Der für die Vermarktung zuständige Mitarbeiter bringe einschlägige Berufserfahrung mit und habe bereits im Holzeinkauf wie auch im -verkauf sowie bei HessenForst gearbeitet. Eine alternative Agentur sei dagegen noch in der Planungsphase und benötige noch ein halbes bis ein Jahr, bevor sie mit der Holzvermarktung beginnen könne. »Wir wüssten nicht, wie wir unser Holz, das 2019 eingeschlagen wird, vermarkten sollen«, betonte Bischofsberger.

Dafür sei eine Gesellschaftereinlage von 1500 Euro zu zahlen. »Was nicht heißt, dass das auf ewig sein wird« - er hob hervor, dass die Stadt die Mitgliedschaft bei der Holzagentur Taunus jederzeit wieder kündigen könne. Er gehe aber davon aus, dass die Vermarktungsgesellschaft gut funktionieren werde. Im Übrigen sei diese nur für die Vermarktung der Großmengen zuständig. Der Verkauf von Brennholz an die ortsgebundene Bevölkerung solle nicht über die Agentur abgewickelt werden, heißt es in der Beschlussvorlage.

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