04. Juli 2019, 19:38 Uhr

Hügellandschaften, Kloster und Bären

04. Juli 2019, 19:38 Uhr

Mit dem Fahrrad durch Armenien - das hat der Ober-Mörler Eckhard Fuss kürzlich gemacht. Von Frankfurt über Moskau ist er nach Jerevan geflogen, um dann in einer Vierergruppe Armenien, Land, Leute, Kultur, Natur und die armenische Küche kennen- und schätzen zu lernen.

Nachdem er wieder an der Usa gelandet ist, berichtet Fuss begeistert von seiner Radtour: »Malerisch ist das Kloster Saghmosavank an einer Schlucht gelegen. Mit einem herrlichen Blick auf den Ararat starteten wir zunächst gen Norden nach Aparan, eine der ältesten Städte Armeniens (2. Jahrhundert)«. Die Radler erlebten die Klöster Haghpat und Sanahin (Unesco-Weltkulturerbe) als die geistigen Zentren des Mittelalters, die abseits touristischer Pfade in eine großartige Landschaft eingebettet liegen. »Durch eine bewaldete Hügellandschaft radelten wir zum Kloster Makaravank am Hang des Paitatap-Bergmassivs«, erzählt Fuss weiter. Ziele wie Dilijan oder Goshavank mit einer neuerlichen Klosterbesichtigung folgten. »Durch eine steppenartige Landschaft radelten wir dann zum 1900 Meter hoch gelegenen Sewan-See. Auf einer Halbinsel gebaut, lud das Sewan-Kloster zur Besichtigung ein.«

25 Kilometer immer bergauf

Für die Radler ging es weiter durch eine einsame Landschaft gen Süden nach Martuni. Fuss: »Die Straße wurde zur holprigen Piste. Der Selim-Pass auf 2410 Metern musste geschafft werden. 25 Kilometer immer bergauf.« Oben angekommen besichtigten die Reisenden eine alte Karawanserei. »Hier verlief auch eine Route der alten Seidenstraße«, erklärt Fuss. »In Sisian besuchten wir das aus der Bronzezeit stammende armenische Stonehenge - 200 aufrecht stehende, kreisförmig angeordnete Basaltsteine.«

Weiter ging es zum Festungskloster Vorotavank und einer spektakulären Schlucht. Steil nach oben strampelte die Gruppe zum Tatevkloster. Der Tag bescherte den Radfahrern eine 20 Kilometer lange Talfahrt nach Goris und den Felsenwohnungen. Bären begegneten ihnen im Naturschutzgebiet Caucasus Wildlife Refuge, und vom kleinen Klosterkomplex Khor Virapt an der türkischen Grenze genossen sie den Blick auf den Ararat, um schließlich auch die Stadt Jerevan zu besichtigen. Besonders eindrucksvoll: Das Matenadran, einer der ältesten und kostbarsten Handschriftensammlungen der Welt, und das Sergei-Parajanov-Museum, die vielen Brunnen und Marktplätze.

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