07. März 2018, 07:00 Uhr

Ehrenamt

Im Dienste der Anderen: Engagement im Elisabethhaus

Sterbebegleiterin, Heimbeirat oder Singkreis – im Bad Nauheimer Diakoniewerk Elisbethhaus gibt es Menschen, die sich ehrenamtlich in ganz unterschiedlichen Bereichen engagieren.
07. März 2018, 07:00 Uhr
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Aus der Redaktion
Lucia Falk (l.), Werner Kautz und Emilie Andräs sind drei von vielen ehrenamtlichen Helfern im Diakoniewerk Elisabethhaus. Falk ist Sterbebegleiterin, Kautz engagiert sich im Heimbeirat und Andräs veranstaltet den Singkreis. (Foto: pv)

Für das Bad Nauheimer Alten- und Pflegeheim Diakoniewerk Elisabethhaus ist das Ehrenamt ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. »Es ist die Schnittstelle zwischen unseren Bewohnern und Mitarbeitenden. Ohne die ehrenamtlichen Helfer wären viele Angebote überhaupt nicht möglich«, sagte Stefan Fuchs, Leiter des Diakoniewerks, beim traditionellen Ehrenamtstreffen.

Ob die Vorsitzende der Grünen Damen Wetterau, Dorothee Langsdorf, die Organisatorin des hauseigenen Flohmarkts, Rosemarie Hillgärtner, oder Sabine Becker und Maria Schmukat von der Hospizhilfe Wetterau – es fand sich eine bunte Mischung an Ehrenamtshelfern im Café des Elisabethhauses ein. Ganz unterschiedlich sind ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten und ihre Beweggründe, diese auszuüben.

 

Offenes Ohr für alle Belange

 

Werner Kautz lebt seit rund zwei Jahren im Diakoniewerk Elisabethhaus. Aus Liebe zu seiner Frau ist er diesen Schritt gegangen, die ebenfalls das Alten- und Pflegeheim ihr Zuhause nennt. Kautz ist Mitglied im Heimbeirat – natürlich ehrenamtlich. Für ihn eine Selbstverständlichkeit. »Man kann einiges zum Wohle der Bewohner bewegen, für sie da sein«, sagt er. Ob der Speiseplan, Aktivitäten oder Wünsche und Verbesserungsvorschläge, für alle Belange »seiner« Schützlinge hat Kautz ein offenes Ohr. Einmal im Monat trifft sich der Heimbeirat und berät über anstehende Aktivitäten. »Damit auch die Bewohner über alles informiert sind, habe ich im Wiesenhaus eine Pinnwand aufgehängt, die ich regelmäßig aktualisiere«, erklärt Werner Kautz stolz.

 

Seit 28 Jahren kommt sie ins Elisabethhaus

 

Musik ist die Leidenschaft von Emilie Andräs, das merkt man sofort, wenn sie über ihren ehrenamtlichen Singkreis spricht, den sie gemeinsam mit vier weiteren Helfern einmal pro Woche veranstaltet. Sie gehört dem Ökumenischen Besuchsdienst an und kommt bereits seit 28 Jahren ins Diakoniewerk Elisabethhaus. »Anfangs habe ich jeweils nur mit einem Bewohner gesungen. Doch über die Jahre wurden wir eine richtig große Gruppe.« Freude durch Musik spenden, lautet ihr Motto. Durch die Liedtexte Gespräche anregen, die Bewohner so in ihren Erinnerungen schwelgen lassen. »Die Leute öffnen sich richtig und freuen sich einfach, eine schöne Zeit miteinander zu verbringen«, sagt Andräs.

 

Schmerz, Ängste, Trauer nachempfinden

 

Auch Lucia Falk spendet Freude, und zwar da, wo sie am meisten gebraucht wird: Falk ist seit 19 Jahren ehrenamtliche Sterbebegleiterin im Dienste der Hospizhilfe Wetterau. Auch im Diakoniewerk Elisabethhaus steht sie Menschen auf ihrem letzten Weg bei. »Der Tod gehört zum Leben dazu. Er zeigt einem die Endlichkeit auf«, sagt sie.

Vor 15 Jahren ist Falks Mann verstorben. Sie kann den Schmerz, die Ängste, die Trauer nachempfinden, die die Sterbenden und die Angehörigen haben. »Ich bin für die Menschen da, höre ihnen zu, versuche, ihnen die letzten Wünsche zu erfüllen. Auch die Vermittlung bei Streitigkeiten innerhalb einer Familie gehört dazu, damit der Sterbende in Ruhe die letzte Reise antreten kann.«



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