12. Oktober 2018, 20:06 Uhr

In Konkurrenz mit Berlin und Bonn

12. Oktober 2018, 20:06 Uhr
FDP besucht Autobauer (v. l.): Jens Jacobi, Thomas Aukamm, Sigfried Köppl, Jörg-Uwe Hahn und Peter Börner. (Foto: pv)

Die Wetterauer Freidemokraten haben den im Gewerbegebiet West ansässigen Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) besucht. FDP-Landtagsabgeordneter Jörg-Uwe Hahn informierte sich mit dem Kreisvorsitzenden Jens Jacobi und Stadtrat Siegfried Köppl über die neuesten Entwicklungen in der Automobilbranche. Seitens des ZKF nahmen Präsident Peter Börner und Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm am Gespräch teil.

»Bei Fertigung und Wartung von Automobilen sind drei Handwerksberufe beteiligt«, sagte Börner. KFZ-Mechatroniker, Lackierer und Karosserie- und Fahrzeugbauer, welche der ZKF deutschlandweit mit rund 3500 Mitgliedsbetrieben repräsentiert. Zu den Aufgaben der Karosserie- und Fahrzeugbau-Betriebe zählt die Unfall-Reparatur. Dieses Feld sei in den letzten Jahren von einem Kräftemessen zwischen Reparaturbetrieben sowie Versicherungskonzernen geprägt gewesen, berichtete Aukamm. Viele Betriebe hätten in der Vergangenheit Verträge mit Kfz-Versicherern abgeschlossen, weil sie sich als deren Partnerwerkstätten stabile Auftragszahlen erhofft hatten. »Tatsächlich sind die Margen eingebrochen, weil die leistungspflichtigen Versicherer die nach Gutachten notwendigen Instandsetzungen immer öfter anzweifeln. Die Karosseriebetriebe bleiben auf den Kosten sitzen.« Laut den ZKF-Vertretern werde die Öffentlichkeit zunehmend auf die Problematik der Handwerker aufmerksam. Zudem habe man unter dem Namen »Eurogarant« einen Service ins Leben gerufen, der die Ansprüche der Mitgliedsbetriebe im Schadensmanagement effektiv durchsetze und bei den Kfz-Versicherern anerkannt sei. Hahn lobte Börner und Aukamm für diesen pragmatischen Schritt: »Wir Liberale sehen es nicht als Aufgabe der Politik an, die Interessen einzelner Branchen am Markt gegeneinander durchzusetzen, solange sich alle an die Spielregeln halten. Dass die Verantwortlichen selbst die klügsten Lösungen entwickeln können, zeigt das ZKF.«

Sitzheizung auf Abruf

Die Fahrzeugtechnik-Experten berichteten auch vom Trend, die Funktionen privater Pkw als On-Demand-Leistungen zu gestalten. Börner: »Automobilhersteller ziehen in Erwägung, beispielsweise eine Sitzheizung standardmäßig in jedem Modell zu verbauen und für die Kunden per Knopfdruck für 24 Stunden zu- und abbestellbar anzubieten.« Das vereinfache die Herstellungsabläufe. Mit dem Standort Friedberg sei man laut Börner sehr zufrieden, auch wenn es an Übernachtungsunterkünften für Besucher größerer Kongresse im ZKF-Haus mangele. »Als Standort eines Bundesverbands konkurriert Friedberg mit Berlin und Bonn«, merkte FDP-Stadtrat Köppl mit einem Augenzwinkern an.

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