Packend und fantasievoll, durchwoben mit Momenten zum Augenzwinkern oder Schmunzeln, so kennt man das Ensemble der Theatergruppe Assenheim (TGAss), das zusammen mit seinem Initiator der ersten Stunde, Norbert Deforth, seit rund vier Jahrzehnten sein Publikum erfreut und überzeugt. Am Wochenende lud man zur Premiere des Musicals »Die Sternenjäger« nach dem Buch von Neil Richard Gaiman ins Assenheimer Bürgerhaus ein. Weitere Veranstaltungen bis zum 9. Dezember in Assenheim sowie dem Jugendstiltheater Bad Nauheim werden folgen.

In dem zauberhaft spannenden Märchen geht es um die Geschichte des scheinbar tölpelhaften Dorfjungen Tristan (Simion Martin), der seiner Angebeteten Victoria (Beatrice Marie Schmidt) verspricht, ihr einen Stern vom Himmel zu holen. Alsbald findet er sich in einer Welt voller Gefahren, Verrücktheiten und Abenteuern wieder. Das Assenheimer Ensemble verstand es mit professioneller Hingabe, das Wettrennen um die Zeit, die Liebe, das Schicksal und die Magie auf die Bühne zu holen.

Große Herausforderung

»Für unsere Darsteller ist das Stück eine genauso große Herausforderung wie für unser Orchester, unsere Dramaturgen und unsere Bühnenbildner«, sagte Choreografin Miriam Deforth, die es zudem in der Rolle der einäugigen Piratenbraut Jenny so richtig krachen ließ. »Das fantastische Reich Stormhold fordert den vielen Kreativen um das Regisseur-Team Kris Kurku und André Haedicke eine Menge ab«, meinte sie. Der schnelle Wechsel zwischen Gefechten und Zauber, Liebe und Hass gelang den Schauspielern, Sängern und Tänzern jedoch ebenso mühelos wie das Eintauchen in die Welt der Piraten, Hexen oder Geister. Souverän beherrschten die Akteure das Thema, und den Zuschauern fiel es schwer, sich bei so vielen Talenten für einen Publikumsliebling zu entscheiden.

War es die Straßengraben-Sally (Lea Kehrbaum), eine Hexe der niedrigeren Kategorie, die schimpfend über die Bühne und durchs Publikum fegte, oder Yvaine (Victoria Liebel), das liebevolle Sternenmädchen mit der wunderbaren Stimme, an Tristans Seite, oder waren es die bitterbösen Meisterhexen, die es auf den Stern abgesehen hatten? Auch Simion Martin in der Hauptrolle des Tristan brillierte als junger Held und zeigte alle Facetten seines schauspielerischen Könnens. Neu Hinzugekommene und »Alte Hasen« ergänzten sich in diesem Theater-Fantasy-Musical zu einem wundervoll kreativen Ensemble, zu dem auch Nachwuchsdarsteller im Kinder- und Jugendalter gehören. Tänzerische Unterstützung gab es wieder vom Friedberger Ballettstudio Wagner-Rogoschinski. Als Sterne, Geister, Wirtshausgäste und Piratinnen bis hin zu Showgirls brachten die Tänzerinnen die große Bandbreite des Balletttanzes ins Geschehen. Nicht zu vergessen der musikalische Leiter Bernd Kohn, der Jahr für Jahr die Produktionen der TGAss begleitet. Erneut lieferte er mit seinem 20-köpfigen Orchester wieder ein »Tüpfelchen auf dem i« und nahm zusammen mit seinen Musikern verdienten Applaus mit nach Hause.

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