17. Oktober 2019, 20:47 Uhr

Jetzt ist es endlich bunt und schön

17. Oktober 2019, 20:47 Uhr
Hier darf legal gesprayt werden.

Seit acht Jahren wohnt Nadine Ahrens in der Vorstadt zum Garten, ganz in der Nähe der Unterführung, die zum Kühlen Grund führt. Immer wieder ärgerte sie sich über die Schmierereien an den Wänden des kleinen Tunnels. Vor zwei Jahren ergriff sie die Initiative, ging zu Bürgermeister Dirk Antkowiak und schlug vor, die Unterführung von Jugendlichen bemalen zu lassen. »Es ist großartig, zu erleben, wie sich aus einem ersten Bürgersprechstundentermin ein so wunderbares Projekt entwickelt hat«, kommentiert die Initiatorin des Projektes, das am Wochenende umgesetzt wurde.

»Sie war unglaublich rührig, es ist toll, dass eine Friedbergerin so eine Initiative ergriffen und durchgezogen hat«, sagt Bürgermeister Dirk Antkowiak bei einem Pressetermin in der Unterführung am Mittwochnachmittag. Wen Ahrens da alles angesprochen und ins Boot geholt hatte, zeigt sich an den Teilnehmern: dem Kunstvereinsvorsitzende Joachim Albert oder Junity-Leiter Lukas Hölzinger. »Seit zehn Jahren vermitteln wir zeitgenössische Kunst«, sagte Albert, der Simon Kneip vom Bingenheimer Kunstkollektiv »Projektraum 61« als künstlerischen Leiter gewinnen konnte.

Elvis und Adolfsturm grüßen

Hölzinger stellte die Verbindung zu den Jugendlichen vom Projekt »KW 46« des Bad Nauheimer Vereins »Jugend und Kulturarbeit« her. In einem Workshop haben sich neun junge kreative Köpfe zwischen 14 und 19 Jahren dem Motto des Projektes »Buntes Friedberg, lebenswertes Friedberg -, bunte Wetterau, lebenswerte Wetterau« angenähert und gemeinsam eine Motivauswahl getroffen.

Am Wochenende wurde das Projekt dann realisiert. Nun erstrahlt die Decke in Blau mit Sternen, an den Wänden grüßen der Adolfsturm oder Elvis, Hände mit Kirschblüten, ein Bembel und vieles andere mehr.

Einige Kinder aus der Nachbarschaft gesellten sich spontan dazu. »Die haben alle toll gearbeitet«, bestätigen die Anwohnerinnen Roba Olijnyk und Waltraud Kessler.

»Es ist nicht alltäglich, dass ein Entwurf von Jugendlichen eins zu eins umgesetzt wird, ohne dass irgendjemand ihnen in die Suppe spuckt«, sagte Hölzinger. Mit der Zurverfügungstellung des öffentlichen Raumes, des Baugerüstes und vor allem mit dem Voranstrich der Unterführung, der Bereitstellung der Spraydosen und weiterem Equipment habe die Stadt einen maßgeblichen Anteil zum Gelingen des Projektes beigetragen.

Angefragt hatte Ahrens auch bei Cornelia Wenk, die beim Wetteraukreis für das Projekt »Demokratie leben« zuständig ist. »Das hier ist ein gutes Beispiel dafür, dass Demokratie erlebbar ist«, sagte Wenk.

Dem fügte die Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch hinzu: »Für mich ist es wichtig, Jugendlichen Raum zu geben, sich entfalten zu können.«

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