15. April 2019, 20:10 Uhr

Jimbala: Mehrheit für Natur-Kita

Noch in diesem Jahr soll auf der Kinderfarm Jimbala eine Natur- und Erlebnis-Kita eröffnet werden. Die Stadtverordneten haben dem Projekt mehrheitlich zugestimmt. Auch die Frage, ob eine Komposttoilette den Anforderungen einer Kita genügt, konnte beantwortet werden.
15. April 2019, 20:10 Uhr
Das Gelände der Kinderfarm Jimbala wird zum Startpunkt für Exkursionen der Natur-Kita. (Foto: Nici Merz)

Friedberg fehlen Kita-Plätze. Die Sache ist dringlich. Weil in der Vergangenheit zu wenig getan wurde, muss jetzt zügig etwas geschehen. Auf solcherlei Appelle verzichte er diesmal, sagte Stadtrat und Kita-Dezernent Markus Fenske (Grüne), als er am Donnerstag für die Pläne der Kinderfarm warb. Das Dilemma ist bekannt, die Politik ist zum Handeln aufgerufen. Und eine Natur- und Erlebniskindertagesstätte, das äußerten mehrere Stadtverordnete am Rande der Sitzung, erhöhe die Attraktivität der Stadt, sei ein Angebot, das es nicht überall gebe.

Die Natur- und Erlebnis-Kita ist für 20 Kinder ab dem dritten Lebensjahr vorgesehen. Bei schlechtem Wetter sollen sich die Kinder im Bauwagen aufhalten. Einen Bauwagen für diesen Zweck gibt es bereits auf dem Jimbala-Gelände, ein weiterer wird für rund 25 000 Euro angeschafft. Die meiste Zeit aber sollen die Kinder im Freien verbringen, auf Exkursionen an die Usa oder in Feld und Wald.

Start bereits im August

Maximal zwei Kinder mit besonderem Förderbedarf können aufgenommen werden. Die Gruppe wird von zwei sozial- bzw- heilpädagogischen Fachkräften sowie durch Praktikanten und FJSler betreut. Die Betreuungszeit reicht montags bis freitags von 7 bis 13 Uhr, ohne Mittagessen. Im August soll es bereits losgehen.

Wie Fenske berichtet, wurde das Projekt innerhalb kürzester Zeit zur Entscheidungsreife gebracht. »Im Januar gab es das erste Gespräch zwischen Verein und Stadtverwaltung, heute liegt die Vorlage vor.« Eine Vorlage, die bis zum Schluss Fragen bei den Stadtverordneten aufwarf. Die seien aber alle in der Vorlage beantwortet, sagte Fenske. Bis auf eine, die Frage der Entwässerung.

Den Kindern steht eine biologische Komposttoilette zur Verfügung. In dem Holzhäuschen dürfen sie ihr großes und kleines Geschäft verrichten. Ein Mitarbeiter des Regierungspräsidiums hat dies in wohlgesetzten Worten an ein Vorstandsmitglied von Jimbala folgendermaßen formuliert: »Nach Ihren Angaben werden auf dem Gelände Komposttoiletten betrieben, denen sowohl die Exkremente als auch der Urin der Benutzer zugeführt wird.«

Nach der »Zuführung« und einer Reifezeit wird der fertige Kompost verwertet. Eine geringe Menge Regenwasser zum Händewaschen versickere im Boden, Abwasser falle somit nicht an. Deshalb bestehe auch keine Pflicht zur Abwasserbeseitigung, und so gebe es seitens der Aufsichtsbehörde auch keine Bedenken gegen das Projekt.

Die Fragen seien beantwortet, alles andere lasse sich klären, »wenn man so eine Einrichtung denn will«, sagte Fenske. Die Stadtverordneten wollten. Bei der Abstimmung gab es zwei Nein sowie zwei Enthaltungen aus den Reihen der FDP, die übrigen Fraktionen stimmen geschlossen zu.

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