18. Februar 2019, 18:53 Uhr

Jugendstilverein auf den Spuren von Ernst Ludwig

18. Februar 2019, 18:53 Uhr
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Aus der Redaktion
Ein Brunnen in Darmstadt – der auch in Bad Nauheim stehen könnte.

Bei Wind und Wetter sind Mitglieder und Gäste des Jugendstilvereins nach Darmstadt auf die Mathildenhöhe gefahren, um die Ausstellung über das künstlerische Schaffen und die Inspirationen des Großherzogs Ernst Ludwig nicht zu verpassen.

Auf der Höhe blies der Wind kräftig, was jedoch niemanden davon abhielt, unter den Erzählungen der sachkundigen Führerin die Künstlerhäuser aus der Zeit des Jugendstils abzulaufen. Vorrangig war der österreichische Architekt Joseph M. Olbrich als Baumeister vertreten, und es war interessant zu erfahren, dass zwischen ihm und dem Großherzog eine enge Freundschaft und Übereinkunft bestand. Eines der von Olbrich entworfenen Häuser konnte die Gruppe betreten: Das Große Haus Glückert von 1901 ist heute Sitz der Akademie für Sprache und Dichtung.

Als Kontrast zu dem prächtig ausgestatteten Haus Glückert kann man wohl das Haus Deiters nennen, das für nur eine Person entworfen wurde, sich entsprechend bescheiden, jedoch nicht weniger gelungen zeigt.

Vorbei an der Russischen Kirche und dem Hochzeitsturm ging es in die Ausstellung mit Exponaten wie Gedichten, Theaterstücken, Bühnenbildentwürfen, Malereien und vielem mehr, welche die künstlerische Handschrift von Ernst Ludwig zeigen.

In einem Gang neben den Ausstellungsräumen traf die Gruppe auf Bekanntes: Es waren alte Fotografien und Kacheln aus den Bad Nauheimer Badehäusern. Auch in der anschließend besuchten Darmstädter Bahnhofshalle – erbaut 1912 und mit Jugendstilelementen versehen – und dem angeschlossenen Fürstenbahnhof wurden Gemeinsamkeiten zu Bad Nauheim entdeckt: ein Brunnen, flankiert von zwei mythologischen Tritonkindern und gefliest mit Keramiken aus der Hand von Jakob Julius Scharvogel, wie man sie auch im Sprudelhof findet. (Foto: pv)



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