24. April 2018, 15:16 Uhr

Kater ist auch Rumpelstilzchen

24. April 2018, 15:16 Uhr
Oben: Maus Maggy (r./Silke Bünzel) sieht zu, wie Prinz Ludwig (Marcus Kern) seiner geliebten Helena (Inge Kern) einen Heiratsantrag macht. Diese staunt unten über das Gold, dass Rumpelstilzchen (Sabine Ratz) gesponnen hat. (Fotos: har)

Wer kennt ihn nicht den Satz aus dem Grimm-Märchen: »Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.« Der fiel auch am Wochenende bei Aufführungen des gleichnamigen Theaterstücks, das die Theatergruppe Mäuseburg am in drei Vorstellungen im katholischen Jugendheim aufführte. Dazu kamen am Freitag zwei Aufführungen für die Kindertagesstätte und die Grundschule.

Für die 15-köpfige Truppe war es ein hartes Wochenende, doch »es macht uns einfach Spaß«, sagt Conny Kleiner, der Kopf der Truppe, der die modernere kindgerechte Verlagsvorlage ihren Mitstreitern auf den Leib geschrieben hatte. Dazu verkörperte sie noch den hinterlistigen Hofkater Orlando, der mit seinen gereimten Weisheiten immer wieder für Lacher sorgte.

 

»Final Countdown« begeistert

 

Der Kater lebt am Hof des jungen Prinzen Ludwig (Marcus Kern), der sich weigert trotz leerer Staatskassen, eine der überkandidelten, reichen Anwärterinnen zu ehelichen, die ihm sein Minister Graf Ohnemoos (Thomas Walter) ungefragt vorstellt. Stattdessen verliebt er sich ausgerechnet in die arme Müllerstochter Helena (Inge Kern), während die Hofdame Gräfin Gertrud (Sigrun Kitler) den Prinzen ebenso für sich haben will, wie die französiche Comtesse Camille de Roquefort (Anette Ewald) mit herrlichem Akzent, die superreiche Arabella von Miesewetter (Christine Kipp) oder die perfekt »denglisch« sprechende Princess Priscilla(Petra Rogalla).

Das nach »Ocktown« angereiste Trio begeisterte mit seiner Fitnessgymnastik zum Hit »Final Countdown« die Besucher jedoch nicht den Prinzen. Nachdem der Müller (Kathrin Schulze) erzählt hatte, dass Helena angeblich Stroh zu Gold spinnen könne, entführen Graf Ohnemoos und die eifersüchtige Gräfin Gertrud die Müllerstochter und sperren sie in einen Kerker.

Nur mit Hilfe der Zauberkunst eines kleinen Männchens namens Rumpelstilzchen (Sabine Ratz) wird das Stroh zu Gold, während Kater Orlando, der auf Helena aufpassen soll, friedlich im Stroh schläft. Als Lohn für seine Dienste will Rumpelstilzchen das erste Kind Helenas.

Die heiratet ihren Prinzen und bekommt nach der Geburt des Kindes von Rumpelstilzchen noch eine Chance: Wenn sie seinen Namen errät, darf sie ihr Kind behalten. Dass dies gelingt ist Helenas Freunden aus der Mühlenzeit, den drei flinken, cleveren und manchmal auch recht frechen Mäusen Speedy, Maggy und Mini (Sandra Kleiner, Silke Bünzel und Ola Luttropp) zu verdanken.

Die werden schließlich zu königlichen Gefolgen ernannt, während Gräfin Gertrud und Graf Ohnemoos als Strafe das gehortete Gold an das Volk verteilen muss. In den elf Szenen spielt die Truppe die moderne Märchenversion mit viel Elan und mindestens genauso viel Witz, nicht zuletzt dank toller Dialoge und vieler Überraschungen.

Die Besucherschar wird in das Spiel immer wieder mit einbezogen. Einmal zieht der Prinz durch den Saal auf die Bühne, ein anderes Mal verteilen die Mäuse auf ihrer Namenssuche »Steckbriefe« an die Kinder und Erwachsenen.

 

Traditioneller Tanz am Ende

 

Mit dem Spiel im Saal oder vor dem Vorhang werden die Pausen für den Umbau der herrlichen Dekoration geschickt überbrückt. Gelacht wird viel und laut. Traditionell endet das Stück mit einem Tanz der ganzen Truppe, passend zu einem Lied über das Rumpelstilzchen-Märchen. »Das hat bei uns schon Tradition«, sagt Kleiner.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten unter anderem Souffleuse Ute Brauburger sowie Michaela Schmitt, die unterstützt von der Ockstädter Beschallungsfirma »Floodwave«, für exzellentes Licht und besten Ton sorgte.

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