29. August 2019, 20:23 Uhr

Kaufhaus Joh: SPD fordert Informationen

29. August 2019, 20:23 Uhr
Ist das Dachrestaurant Geschichte? Oder kommt es noch? Die Friedberger wüssten gerne, wie es im Kaufhaus Joh weitergeht.

Im September 2013, vor inzwischen sechs Jahren, schloss das Kaufhaus Joh. Nachdem der Investor 3 V Invest aus Grünwald bei München einen neuen Bebauungsplan eingereicht hatte und das Gebäude plötzlich auf dem Immobilienmarkt angeboten wurde, schossen in Friedberg die Mutmaßungen und Gerüchte in die Höhe. Wird das noch was? Kein gutes Klima für die Einkaufsstadt, weshalb die SPD nun in einem offenen Brief den Investor auffordert, sein Bauvorhaben bei einem »Tag des offenen Ex-Kaufhauses Joh« der Bevölkerung zu präsentieren. Damit, schreiben der SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Volz und Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus-Dieter Rack, könne 3 V Invest »alle Zweifel« beseitigen.

Volz und Rack beschreiben in dem offenen Brief an 3 V Invest-Geschäftsführer Christian Weiher die Irritationen, die zuletzt entstanden. Die noch am 27. September 2018 von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedete Gebäudenutzung sah unter anderem ein Dachrestaurant, diverse Einzelhändler, Büros und ein Lebensmittelgeschäft im Untergesvchoss vor. Diese Planung sei verworfen worden, nachdem die Eigentümergesellschaft erneut im Bauamt der Stadt vorstellig wurde. 3 V Invest wollte nun vom 2. Obergeschoss bis zum Dachgeschoss Wohnräume bauen und eine Tiefgarage für die benötigten Pkw-Stellplätze einrichten.

Die Änderung des Bebauungsplans sei »trotz deutlich geübter Kritik der Friedberger Mandatsträger mit Mehrheit beschlossen worden«, schreiben Volz und Rack. Die politischen Gremien hätten dabei in Richtung des Eigentümers verdeutlicht, »dass dies die letzte Änderung zu sein habe und die Stadtverordneten nun einen Umbau und eine Neunutzung dieses für die Innenstadtentwicklung zentralen Gebäudes erwarten«.

Umso überraschter seien Politik und Bürger gewesen, als durchsickerte, dass das Gebäude zwischenzeitlich auf dem Immobilienmarkt angeboten wurde: für 9,9 Millionen Euro, wobei die Kaufsumme nur etwas mehr als ein Drittel betragen haben soll. »Die Irritationen in der Stadt waren groß, da man annehmen musste, das Gebäude werde offenbar nur als Spekulationsobjekt benutzt, und die Bebauungspläne dienten wohl lediglich der Wertsteigerung gegenüber potenziellen Käufern.« Weiher habe dies in der Presse dementiert. Warum das Gebäude aber auf dem Immobilienmarkt angeboten wurde, werde nicht erklärt.

Wunsch: Alle Zweifel beseitigen

Es schwirrten weiter Gerüchte durch die Stadt, etwa über eine Brauerei, die sich nun doch ein Dachrestaurant vorstellen könne. Die SPD wünscht sich, dass die Gerüchteküche aufhört zu brodeln und schlägt Weiher vor, die Zweifel durch einen »Tag des offenen Ex-Kaufhauses Joh« zu beseitigen. Auf diese Weise könnte die Bevölkerung über die Umbaupläne informiert werden. »Dies könnte ganz erheblich zur Vertrauensbildung beitragen, denn letztlich will Friedbergs Bürgerschaft nach Jahren des Stillstands möglichst bald eine zukunftsweisende Entwicklung dieses zentralen Gebäudes in der Stadtmitte sehen«, schreiben Volz und Rack nach München. Eine Antwort haben sie noch nicht erhalten. (Archivfoto: Müller & Kölsch)

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