20. März 2018, 17:00 Uhr

Weniger Christen

Kirchengemeinden schließen sich zusammen

Zum 1. Januar 2019 wollen die Reichelsheimer und Heuchelheimer Christen eine gemeinsame Kirchengemeinde bilden.
20. März 2018, 17:00 Uhr
Lob für die Arbeit der Kirchenvorstände gibt es von den Teilnehmern der Gemeindeversammlung. Zum 1. Januar 2019 schließen sich die Kirchengemeinden Reichelsheim und Heuchelheim zusammen. (Foto: kai)

Harmonisch gestaltete sich die Gemeindeversammlung der Reichelsheimer und Heuchelheimer Christen am Freitagabend. Die beiden Kirchenvorstände Manfred Winter (Reichelsheim) und Ines Dauernheim (Heuchelheim), Pfarrerin Angela Schwalbe und Dekan Volkhard Guth informierten über den Weg, zum 1. Januar 2019 die gemeinsame Kirchengemeinde Reichelsheim zu bilden.

»Wir werden weniger«, erklärte Guth. Jährlich verliere das Dekanat etwa 1000 Mitglieder, das sei eine halbe Gemeinde. Das Dekanat Wetterau orientiere sich zukünftig in größeren Räumen. Für Reichelsheim bedeute das, dass die Kirchengemeinden eine Kooperationsregion mit Florstadt und Wölfersheim bilden werden. »Wenn in diesen größeren Räumen eine halbe Pfarrstelle wegfällt, tut das einzelnen Gemeinden nicht so weh«, sagte Guth.

 

Änderungen ab April

Schon seit Jahren ist klar, dass die Pfarrstelle Reichelsheim, zu der Dorn-Assenheim und Heuchelheim gehören, zum 1. Januar 2019 um 25 Prozent gekürzt wird. Das ist ein Grund, warum sich die Kirchenvorstände damit beschäftigt haben, eine neue Struktur aufzubauen. Pfarrerin Schwalbe stellte vor, wie sich das Gottesdienstangebot ändert. Ab April werden in Reichelsheim und Heuchelheim pro Monat noch zwei Gottesdienste angeboten, in Dorn-Assenheim einer. Winter warb dafür, dass die Gemeindeglieder diese Neuerungen akzeptieren.

Informationen zum Zusammenschluss geben (v. l.): Pfarrerin Angela Schwalbe, Kirchenvorsteher Manfred Winter und Ines Dauernheim, Dekan Volkhard Guth und Moderator Eckhard Sandrock.	(Foto: Sabine Wilhelm)
Informationen zum Zusammenschluss geben (v. l.): Pfarrerin Angela Schwalbe, Kirchenvorsteh...

Bereits seit fast zwei Jahren arbeiteten die beiden Kirchenvorstände sehr eng zusammen, es werde nur noch gemeinsam getagt. Während der Visitation vor zwei Jahren seien Ideen entstanden, wie die künftige Gemeindearbeit besser organisiert werden könnte. Nach der Auswertung der Visitation habe die Aufgabe gelautet, dass das Zusammenlegen vorbereitet werden soll. Diese Veränderung sei angegangen worden, dabei seien die Kirchenvorstände von der Landeskirche, vom Dekanat und der Regionalverwaltung beraten worden. »Wir hoffen auf positive Effekte, durch die sich mehr Zeit für Aufgaben wie Seelsorge ergeben«, sagte Winter.

Dauernheim erklärte, wie der Zusammenschluss der beiden Haushalte funktioniert. »Das erledigt die Regionalverwaltung, und nach unseren Informationen stellt das kein Problem dar.« Derzeit seien die Kirchengemeinden an mehreren Stellen auf dem Weg; für den gemeindepädagogischen Dienst kooperiere Reichelsheim mit den Gemeinden aus Florstadt, Wölfersheim und Berstadt. »Der Pfarrdienst wird sich ändern. Es wird Dinge geben, die Pfarrer nicht mehr wahrnehmen können«, sagte Schwalbe. Deshalb werde es in der Region einen Gemeindepädagogen geben, der diese Aufgaben übernehmen werde. Momentan werde dafür ein Konzept erstellt. Die ersten Vernetzungen übernimmt Gemeindepädagoge Gerhard Radgen.

 

Konfirmandentag für die Region

»Das hat eine Aufbruchstimmung in Gang gesetzt, wir werden im Herbst einen regionalen Konfirmandentag anbieten, regionale Kinderbibeltage werden folgen«, versprach Schwalbe. Durch diesen Prozess habe sich ein neues kollegiales Miteinander der Pfarrer in der Region entwickelt. »Es hat sich eine Aufbruchstimmung entwickelt, und wir Reichelsheimer sind mittendrin«, erklärte die Pfarrerin.

In der Diskussion gab es Lob für den Weg: »Es ist sensationell, was sich in Reichelsheim und Heuchelheim entwickelt hat. Früher waren die Gemeinden wie Feuer und Wasser«, lobte Ulla Wagner. »Es ist sehr schön zu hören, dass sich die Gemeinden zusammentun«, machte Anneliese Dietzel den Kirchenvorständen Mut, den Weg weiterzugehen. Mit den Worten: »Es ist toll, wie Sie als Gemeinde das aufnehmen, was die Kirchenvorstände vorbereitet haben. Von dieser Gemeindeversammlung werde ich noch lange erzählen«, schloss Guth den Abend.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Christen
  • Kirchengemeinden
  • Kirchenvorstände
  • Pfarrer und Pastoren
  • Reichelsheim
  • Reichelsheim-Heuchelheim
  • Ines Dauernheim
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 x 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.