28. März 2018, 20:35 Uhr

Öffentliches WLAN

Kostenlos ins Internet

Bad Vilbel hat öffentliches WLAN. Die WZ hat es getestet. Die Passanten sind skeptisch, sie vertrauen auf ihre mobilen Daten und nutzen das Angebot lieber nicht.
28. März 2018, 20:35 Uhr

Endlich ist es da, das öffentliche und kostenfreie WLAN in der Quellenstadt.

Was der Bürger davon hat? Diese Frage stellen sich heutzutage nur noch sehr wenige. Nicht jeder hat auf seinem Handy oder seinem Tablet eine teure Flatrate, die ihm das Surfen im Internet fast überall ermöglicht. Mit dem Zugang zum öffentlichen WLAN ändert sich das. »Mit ihm wird die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt noch einmal erhöht und bietet sowohl für uns als Stadt, als auch beispielsweise für die Gewerbetreibenden eine gute Plattform für die Vermittlung von Informationen«, sagt Erster Stadtrat Sebastian Wysocki.

Ursprünglich war der Start bereits im Herbst geplant. Doch die Technik, vor allem die Nachinstallationsarbeiten an der Bibliotheksbrücke war komplizierter als vermutet. Als weiteres Problem erwies sich der Umstand, dass der Fassadenhersteller der Stadtbibliothek mittlerweile insolvent ist. »Wir mussten neue Spezialisten anfragen und diese hatten in den vergangenen Wochen und Monaten viele Aufträge. Es war uns aber wichtig, dass hier sehr genau gearbeitet wird«, erläutert Wysocki.

Die Idee mit dem freien Zugang zum Internet wurde erstmals vom Stadtmarketing und dessen Vorsitzendem, Kurt Liebermeister, ins Spiel gebracht. Es wurde dann von Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr (CDU) weiterverfolgt und schließlich vom Ersten Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) umgesetzt. »Ein echtes Teamprodukt«, sagt Stadtsprecher Yannick Schwander.

 

Keine Zeitbegrenzung

 

An einigen Punkten in der Stadt konnte das »WLAN–free key« bereits in den vergangenen Monaten genutzt werden. Beispielsweise in der Stadtbibliothek oder rund um das Alte Rathaus. Neu ist seit dieser Woche der für Bürger kostenfreie Zugang nun auch auf dem Kurhausvorplatz und dem Niddaplatz. Schwander rechnet damit, dass in nächster Zeit noch mehr Plätze und Flächen dazu kommen. Konkret geplant sei bisher allerdings nichts. Auch steht noch nicht fest, wie viel die Stadt fürs Einrichten des öffentlichen WLAN bezahlen muss. Denn noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen. Bei der Stadt rechnet man mit einem mittleren fünfstelligen Betrag.

Doch wie funktioniert der Zugang überhaupt? Wie kommen die Gäste mit ihren Handys oder Tablets ins Internet. Dazu muss man zunächst beim eigenen Handy die Seite »Einstellungen« anwählen und auf das Zeichen WLAN drücken. Nach kurzer Zeit erscheint dann die Zeile »free-key Bad Vilbel«. Wenn man auf sie gedrückt hat, erscheint ein Bild von Bad Vilbel und die Aufforderung auf weiter zu klicken. Man kommt sodann zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen, die man akzeptieren muss, um danach kostenlos ins Internet zu gelangen.

Es gibt keine zeitliche Begrenzung. Allerdings loggt sich die App nach drei Stunden automatisch aus. Eine sofortige Wiedereinwahl nach dem obigen Muster ist aber möglich, so dass rein theoretisch das Surfen im Netz in Bad Vilbel unbegrenzt möglich ist.

Von den Passanten auf dem Niddaplatz interessierte sich dafür am Dienstag allerdings niemand. Die einen vertrauen dem eigenen Datenvolumen. Andere der Befragten halten nichts vom Internetnutzen in der Öffentlichkeit. (Foto: jwn)

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