15. Januar 2019, 18:26 Uhr

Kräuter wachsen auf Graswegen

15. Januar 2019, 18:26 Uhr
Vor der Biotopvernetzung gibt es Gespräche vor Ort zwischen Naturschutzbehörde, Jagdpächter und Landwirten. (Foto: pm)

Im Revier Büdingen-Wolf sollen mit einer Biotopvernetzung neue Lebensräume als Brücken zwischen Landnutzung und Naturschutz geschaffen werden. Durch die Renaturierung der Graswege mit Wildkräutern hat Jagdpächter Hans-Dieter Stehr auf 221 Hektar ein Modellprojekt angestoßen. Die Aktion findet beachtliche Resonanz und wird maßgeblich von der Unteren Naturschutzbehörde des Wetteraukreises finanziert und unterstützt. Letztendlich war das Pilotprojekt ausschlaggebend für die Verleihung des Umweltschutzpreises 2018 des Wetteraukreises an Stehr.

Landwirt Burkhard Gutmann und sein Sohn Heiko vom »Erlenhof« Büdingen wurden als Vertragspartner gewonnen. Insgesamt werden bei rund sieben Kilometern Graswege die Grasnarbe entfernt, gemulcht, gefräst und eingesät. Die auf den Wegen eingesäten Pflanzenmischungen tragen bis in den Herbst hinein wechselnde Blüten und werden nicht nur von den Bienen, sondern von einer Vielzahl von Insekten genutzt. Nur diese Graswege, seither von einer robusten und konkurrenzstarken Grasvegetation überzogen, und die wenigen Grabenraine können diese Funktion noch ausfüllen, erklärt Stehr. Die Feldwege sind zwar schmal, bieten aber wie im Beispiel Büdingen-Wolf auf knapp sieben Kilometern Länge mal vier Metern Breite nach Bodenbereitung eine Blüh- und Kräuterfläche von rund drei Hektar und können obendrein von den Landwirten befahren werden.

Eingetroffen sind bereits die Wildkräutermischungen »Oberhessen«, die von einem bayerischen Saatguthersteller nach Stehrs Vorgaben zusammengestellt worden sind.

Kürzlich fanden letzte Abstimmungen zwischen der ausführenden Landwirtsfamilie Gutmann, im Übrigen Büdingens einziger Biomilchbetrieb, den Jägern und der Unteren Naturschutzbehörde statt. Dabei wurde festgelegt, dass die betreffenden Graswege nur angerissen werden. Sie sollen über den Winter liegen bleiben, sodass im Frühjahr dann leicht die lose Grasnabe abgeschoben werden kann. Danach erfolgt die Einsaat.

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